Formel 1 - Vettel: Wir haben noch viel Arbeit vor uns

Heute war Ricciardos Tag

Unter normalen Umständen wäre Sebastian Vettel mit dem dritten Platz sehr zufrieden gewesen. Beim Kanada Grand Prix kam aber alles etwas anders.
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Motorsport-Magazin.com - Zum zweiten Mal in diesem Jahr schaffte es Sebastian Vettel auf das Podium. Wirklich zufrieden dürfte er mit dem Ausgang des Kanada Grand Prix aber wohl nicht sein, denn die Probleme bei den sonst übermächtigen Mercedes-Boliden nutzte ausgerechnet sein Teamkollege Daniel Ricciardo, der in Montreal seinen ersten Sieg in der Formel 1 holte. Vettel kam dagegen knapp hinter Rosberg auf dem dritten Rang ins Ziel.

Wir waren auf den Geraden einfach nicht schnell genug, da fehlt uns die Leistung.
Sebastian Vettel

Auf den ersten Metern sah es für Vettel noch richtig gut aus: Rosberg und Hamilton waren sich nicht einig, Vettel schnappte sich den zweiten Rang. Nach der Safety-Car-Phase zeigte sich aber schnell, was heute die größte Schwäche bei Red Bull sein sollte: Die fehlende Höchstgeschwindigkeit. "Ich hing erst hinter Hülkenberg fest, dann hinter Perez. Wir waren auf den Geraden einfach nicht schnell genug, da fehlt uns die Leistung", sagte Vettel unmittelbar nach dem Rennende.

Richtig los ging das Rennen ohnehin erst, als die Mercedes Probleme bekamen, Hamilton aufgeben musste und Rosberg langsamer wurde. "Da haben wir sicher Hilfe von Mercedes bekommen und davon profitieren können", so Vettel. "Insgesamt war es ein positiver Tag, der erste Sieg von Renault mit dem neuen Motor. Es liegt aber noch eine Menge Arbeit vor uns, denn die Mercedes sind auf den Geraden deutlich schneller als wir."

Vettel beschwerte sich im Teamradio

Zumindest auf dem Podium freute sich Vettel für Ricciardo. "Es ist ein netter Kerl, heute ist sein Tag." Im Rennen selbst sah Vettel das etwas anders, schließlich fiel er nach seinem Boxenstopp hinter Ricciardo zurück und beschwerte sich lautstark im Teamradio über die mögliche Fehlentscheidung. Bis ins Ziel sollte er es nicht mehr an seinem Teamkollegen vorbei schaffen.


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