Formel 1 - Vettel mit viel Risiko auf Platz drei

Ricciardo baute in falsche Richtung

Red Bull zeigte sich mit den Plätzen drei und sechs zufrieden. Mit Williams waren Vettel und Ricciardo auf einem Niveau. Und es war richtig eng.
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Motorsport-Magazin.com - Was für ein Kampf: Die Williams- und Red-Bull-Piloten lieferten sich einen ganz heißen Kampf um die Startplätze drei bis sechs hinter den überlegenen Mercedes. Am Ende setzte sich Sebastian Vettel in diesem Kampf hauchdünn durch, doch alle vier Fahrzeuge landeten innerhalb einer halben Zehntelsekunde. Vettel gelang die zweite große deutsche Aufholjagd des Tages; wie auch Nico Rosberg lag der amtierende Weltmeister am Vormittag und den ersten Qualifying-Segmenten noch deutlich hinter seinem Teamkollegen zurück. Als es aber drauf ankam, setzte sich Vettel durch und stellte den für diese Strecke nicht wirklich geeigneten Red Bull auf die dritte Position.

"Der Start zu meiner letzten Runde war eigentlich gar nicht so gut", rekapitulierte der vierfache Champion. "Ich kam in den ersten Kurven den ganzen Tag über nicht wirklich zurecht. Danach habe ich versucht, ein bisschen mehr Risiko zu gehen und es hat sich ausgezahlt." Vettel ging die Schikanen etwas aggressiver an und fand insbesondere in den Kurven 8 und 9 Zeit: "Die Schikanen im zweiten Sektor waren wirklich gut, speziell in der zweiten Schikane habe ich eine signifikant bessere Linie gefunden, wenn man es mit den Versuchen vorher vergleicht."

Im letzten Sektor ging es dann nur noch darum, den Zeitvorteil durchzubringen: "Ich habe es beieinander gehalten, das Ergebnis ist gut. Es war das Maximum." Teamchef Christian Horner lobte den zuletzt wegen seiner anhaltenden Niederlagen gegen Daniel Ricciardo in die Kritik geratenen Vettel: "Wenn man uns die Plätze drei und sechs vor dem Wochenende angeboten hätte, hätten wir definitiv zugeschlagen! Es war eine exzellente Runde von Sebastian. Er hat alles aus dem Auto geholt." Im Rennen will Vettel schnell von den PS-stärkeren Verfolgern wegkommen: "Ich werde versuchen, so dicht wie möglich vorne dranzubleiben und den Windschatten mitzunehmen."

Knapp vorbei ist auch daneben

Für Daniel Ricciardo lief es bitter: In 1:15.589 Minuten war er exakt 0,041 Sekunden langsamer als Vettel, steht aber drei Plätze hinter seinem Teamkollegen. Er erklärte: "Der letzte Versuch war ein bisschen naja - wir haben ein paar Änderungen vorgenommen und die haben sich nicht bezahlt gemacht. Aber das ist im Nachhinein betrachtet immer leicht zu sagen! Wir sind dicht am dritten Platz dran, aber nicht dicht genug und wir haben den Preis mit Platz sechs bezahlt."

Ricciardo stellte gute Fortschritte über das Wochenende hinweg fest, doch das Ergebnis ist eine bittere Pille. "Wir sind dicht dran, aber es ist sehr enttäuschend, so knapp vorbei zu schrammen. Die Zeiten lagen dicht beieinander, aber es hätte besser laufen können. Hoffentlich legen wir morgen einen guten Start hin und dann werden wir sehen. Die Strategie wird interessant werden." Während Ricciardo ob des knappen Abstands ein wenig geknickt war, sah Christian Horner auch das Ergebnis des Australiers positiv. "Wenn man alles zusammen nimmt, war es ein gutes Qualifying."


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