Formel 1 - Streckenposten gedenken verstorbenem Kollegen

Gutierrez: Nicht ein Team war schuld, die ganze Formel 1

Vor einem Jahr wurde nach dem Kanada GP ein Streckenposten bei der Bergung von Gutierrez' Sauber getötet.
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Motorsport-Magazin.com - Der Große Preis von Kanada 2013 nahm ein trauriges Ende. Nach dem Rennen wurde bei der Bergung eines Fahrzeugs ein Streckenposten vom Bergungsfahrzeug überrollt, der anschließend im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag.

Mark Robinson, der verstorbene Marshall, hatte sein Funkgerät fallen gelassen und wollte es aufheben. Just in diesem Moment wurde er von dem Traktor überfahren, der den Sauber-Boliden von Esteban Gutierrez am Haken hatte. Der Fahrer des Traktors konnte den 38-jährigen Streckenposten zu diesem Zeitpunkt nicht sehen.

Es ging nicht um ein Team oder einen Fahrer. Es ging um die gesamte Formel 1.
Esteban Gutierrez

Im Gedenken an ihren verstorbenen Kollegen tragen die Streckenposten in diesem Jahr Trauerflor. "Was nach dem Rennen passiert ist, war nicht sehr schön", erinnert sich Gutierrez an die Geschehnisse des 9. Juni 2013. Eine Aktion seitens Sauber sei aber für dieses Wochenende nicht geplant.

"Die Menschen verbinden es mit mir, weil es mein Auto war. Aber es ging um das ganze Prozedere der Bergung", so Gutierrez. "Es ging nicht um ein Team oder einen Fahrer. Es ging um die gesamte Formel 1."

Eine Sicherheitskommission in Quebec kam nach fünfmonatiger Untersuchung zu dem gleichen Schluss. Laut dem Untersuchungsbericht führten mehrere Sicherheitsmängel zu dem tödlichen Unglück. Der Traktor war mit 11 km/h zu schnell unterwegs, der abgeschleppte Sauber-Bolide befand sich zwei Meter über den Boden und war damit eindeutig zu hoch. Zudem hätte sich niemand in der Nähe des Traktors befinden dürfen, so lange dieser in Bewegung war.

Schöne Geste vor dem Großbritannien GP 2013 - Foto: Sutton

Vor dem Großen Preis von Großbritannien im vergangenen Jahr zollten die Piloten dem Verstorbenen Tribut. Alle unterschrieben auf einem großen Plakat mit dem Konterfei des Strecken-Marshalls Mark Robinson. Zudem gab es eine Gedenkminute in der Boxengasse.


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