Formel 1 - Jordan rät Sauber zum Verkauf des Teams

Nachteile nicht mehr wettzumachen

Eddie Jordan rät seinem Freund Peter Sauber zum Verkauf des Teams. Der Ire sieht kaum mehr Zukunft für den Schweizer Privatrennstall.
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Motorsport-Magazin.com - Sauber kam beim Großen Preis von Monaco am vorläufigen Tiefpunkt der Saison an. Sowohl Adrian Sutil als auch Esteban Gutierrez landeten nach Fahrfehlern in den Leitplanken und zu allem Überfluss erzielte Jules Bianchi für Marussia auch noch die ersten Punkte, womit Sauber in der Konstrukteurs-Wertung nun nur mehr an vorletzter Stelle liegt.

Teamchef Eddie Jordan sorgte nicht nur für sportliche Schlagzeilen

Die Entwicklung wird im Formel-1-Paddock mit großer Sorge beobachtet und so vertritt Eddie Jordan die Meinung, Peter Sauber hätte sein Team schon längst verkaufen sollen. Jordan trat zwischen 1991 und 2005 selbst als Teambesitzer auf, veräußerte seinen Rennstall, der später zu Force India wurde, schlussendlich jedoch und bezeichnete diesen Schritt als "die beste Entscheidung meiner Karriere."

Dem Iren tut die aktuelle Situation in Hinwil im Herzen weh. "Die Schweizer sind sicher in der größten Krise seit dem Einstieg. Ich habe und werde immer mit [Peter] Sauber mitfiebern", wird Jordan vom Blick zitiert. "Denn er war der ehrlichste Typ im Fahrerlager, was ich von mir nicht behaupten kann."

Schaden minimieren

Bevor der Schaden noch größer wird, wäre es die beste Lösung, wenn man aufhören und das Team verkaufen würde
Eddie Jordan

Nun sei das Team jedoch an einem Punkt angelangt, an dem es kaum mehr weitergeht. "Bevor der Schaden noch größer wird, wäre es die beste Lösung, wenn man aufhören und das Team verkaufen würde", lautet Jordans Ratschlag. "Ich sage das nicht gerne, aber Sauber kann die Nachteile auf der finanziellen Seite und auch bei den Motoren kaum mehr wettmachen. Das negative Resultat meines Freundes hier in Monaco hat mich sehr traurig gemacht."

Bei Sauber hofft man noch immer auf den Abschluss des bereits im Vorjahr ausgehandelten Deals mit russischen Investoren, doch aufgrund der Krim-Krise und den Sanktionen gegen Russland scheint dies zu einer unendlichen Geschichte zu werden. "Die Leute warten ab und sehen, was passiert. Niemand weiß, wie die gesamten Auswirkungen wirklich ausfallen können, weil die Sanktionen, die nun verhängt wurden, einige wirklich hart trifft", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn jüngst.


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