Formel 1 - Monaco GP - Die Fahreranalyse

Hauptsache Zielankunft

Der Große Preis von Monaco war geprägt von zahlreichen Ausfällen. Nur wer fehlerlos und frei von technischen Defekten blieb, kam ins Ziel.
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Motorsport-Magazin.com - Es ist das Highlight einer jeden Formel-1-Saison: der Große Preis von Monaco. Und bei fast jedem Grand Prix zeigt sich dasselbe Bild: Einschläge, Safety-Car-Phasen und zahlreiche Mauerkontakte. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick auf das Rennen und ist der Meinung: Wer ein knapp zweistündiges Formel-1-Rennen im engen Leitplankenkanal von Monte Carlo ohne einen einzigen Fehler übersteht, der hat alles richtig gemacht - und sich die Note 1 verdient.

Nico Rosberg: Der Monaco-Sieger des Vorjahres war auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. Nach der Pole-Position am Samstag, hatte Lewis Hamilton auch im Rennen kein Vorbeikommen. Und dabei war ihm keine Herausforderung zu groß: Ab Runde 41 musste Rosberg in höheren Gängen fahren, um Sprit zu sparen - mit Erfolg! In der WM-Wertung liegt der Deutsche nun wieder an der Spitze.

Note: 1

Lewis Hamilton: Nur noch von Rosberg geschlagen - Foto: Sutton

Lewis Hamilton: Der Brite musste sich in Monaco lediglich seinem Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. Fahrerisch gab es auch an Hamiltons Fahrweise nicht auszusetzen, sozial allerdings schon: Mehrfach beschwerte sich der Mercedes-Pilot per Funk bei seinem Team. Gegen Rennende kämpfte er auch noch mit der Durchsicht: Hamilton hatte etwas im Auge ...

Note: 1

Daniel Ricciardo: Der Red-Bull-Pilot war heute - hinter den Mercedes-Piloten - die stärkste Kraft im Feld. Von Position drei gestartet fand Ricciardo kein Vorbeikommen an Hamilton. Erst gegen Rennende lief der Australier wieder auf den Briten auf, doch Ranfahren und Überholen sind - nicht nur in Monaco - zwei Paar Schuhe. Dennoch: Platz drei ist ein beachtliches Ergebnis.

Note: 1

Trümmer? Nicht von Fernando Alonso! - Foto: Sutton

Fernando Alonso: Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen konnte der Spanier im Leitplankenkanal von Monte Carlo überzeugen. Zwar reichte es am Ende nicht mehr, um das Podest zu erklimmen, doch nach den Ergebnissen von Barcelona lässt sich bei den Tifosi durchaus eine Steigerung erkennen.

Note: 1

Nico Hülkenberg: Mit einem fünften Rang kann der Sauber-Pilot in Monaco mehr als zufrieden sein. Mit einem sauberen Rennen, das frei von Leitplankenkontakten war, ließ der Deutsche die Konkurrenz hinter sich und machte Force India zum stärksten Team hinter Mercedes, Red Bull und Ferrari. Selbst an Weltmeister Sebastian Vettel zog Hülkenberg nun in der WM-Wertung vorbei.

Note: 1

Endlich wieder Punkte für Button - Foto: Sutton

Jenson Button: Endlich wieder Punkte für McLaren. Nach drei Rennen ohne einen einzigen WM-Zähler, schaffte es Jenson Button in Monaco endlich mal wieder in die Top-Ten. Zugegeben: Dabei profitierte er auch von den zahlreichen Ausfällen, doch Button selber blieb fehlerfrei.

Note: 1

Felipe Massa: Der Brasilianer macht im Verlauf des Rennens mit einer gewagten Strategie auf sich aufmerksam. Als während der zweiten Safety-Car-Phase alle Piloten zum Reifenwechsel an die Box kamen, blieb Massa weiter draußen. Insgesamt 46 Runden blieb der Williams-Pilot mit den weichen Reifen auf der Strecke. Doch es half nicht allzu viel: Massa rutsche nach seinem Stopp auf die siebte Position zurück.

Note: 1

Trotz Reifenschaden: Punkte für Grosjean - Foto: Sutton

Romain Grosjean: Für den Franzosen begann das Rennen nicht sehr gut: Nach einer Kollision mit Sutil schleppte sich Grosjean mit einem Reifenschaden an die Box und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Die erste Safety-Car-Phase spielte ihm in die Karten, denn der Rückstand hielt sich in Grenzen. Die Zweite hingegen nicht: Auf frischen Reifen konnte Grosjean nicht attackieren, erreichte schließlich aber dennoch die Punkte.

Note: 1

Jules Bianchi: Die ersten WM-Punkte für Jules Bianchi und Marussia! In einem Rennen, das von vielen Ausfällen geprägt war, fuhr der Franzose ein gutes Rennen und hielt sich aus allen Scharmützeln heraus. Am Ende profitierte er sogar noch von der Kollision zwischen Kevin Magnussen und Kimi Räikkönen.

Note: 1

Foto: Typisch Monaco: Punkte für Jules Bianchi!

Kevin Magnussen: Der Däne lag bei seinem ersten Monaco GP lange Zeit gut in den Punkten und zeigte ein ordentliches Rennen. Wenige Runde vor dem Ende wurde er jedoch Opfer Kimi Räikkönens: Bei einem gewagten Überholmanöver des Ferrari-Piloten in der Loews-Haarnadel, musste Magnussen anhalten - und unter anderem Jules Bianchi passieren lassen. Dennoch blieb für den McLaren-Piloten immerhin ein WM-Zähler.

Note: 1

Marcus Ericsson: Knapp daneben ist auch vorbei: Im Gegensatz zu Jules Bianchi, der als Neunter zwei WM-Zähler sammelte, schrammte Marcus Ericsson im Caterham - trotz einer fehlerlosen Vorstellung - knapp an den Punkterängen vorbei.

Note: 1

Räikkönen: Fehler gegen Rennende - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: Der Finne erlebte ein turbulentes Rennen. Nachdem er in der Safety-Car-Phase von einem überrundeten Fahrzeug am Heck getroffen wurde und einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen musste, kämpfte Räikkönen lange Zeit gegen einen Caterham. Wenige Runde vor dem Ende machte der Ferrari-Pilot im Duell mit Kevin Magnussen einen Fahrfehler und landete sanft in der Leitplanke. Nach einem weiteren Extra-Stopp kam der Finne immerhin über die Ziellinie.

Note: 4

Kamui Kobayashi: Ähnlich wie Max Chilton, der als Letzter die Ziellinie überquerte, fuhr auch der Caterham-Pilot ein unscheinbares Rennen am Ende des Feldes. Aber: Auch der Japaner erlebte einen fehlerfreien Grand Prix und erzielte mit dem 13. Rang eines der besten Resultate seit Langem.

Note: 1

Max Chilton: Der Brite fuhr ein unauffälliges, aber immerhin fehlerfreies Rennen am Ende des Feldes. Letztlich blieb für Chilton - im Gegensatz zu seinem Teamkollegen - auch nur der letzte Platz. Aber: Erneut feierte der Marussia-Pilot eine Zielankunft und setzte seine Serie somit fort.

Note: 1

Esteban Gutierrez: Der Sauber-Pilot zeigte ein gutes, aber unauffälliges Rennen. Rund 20 Runden vor dem Ende sorgte ein Fahrfehler in der Rascasse, bei dem Gutierrez mit dem Hinterreifen an der Leitplanke landetet, für einen vorzeitigen Ausfall. "Ein typischer Monaco-Anfängerfehler", analysierte Motorsport-Magazin.com-Experte Christian Danner.

Note: 4

Esteban Gutierrez: Ein ärgerlicher Fehler bedeutete das Aus - Foto: Sutton

Valtteri Bottas: Der Finne fuhr ein unauffälliges Rennen im Mittelfeld, aber stets in Reichweite der Punkte. Allerdings folgte wenig später das vorzeitige Aus: Motorschaden am Williams.

Note: 2

Jean-Eric Vergne: Nach einem guten Qualifying, das dem Franzosen Hoffnung auf WM-Punkte machte, folgte im Rennen die Enttäuschung - und zwar völlig unschuldig. Zunächst wurde Vergne von seinem Team beim Boxenstopp zu früh entlassen und erhielt dafür eine Durchfahrtstrafe wegen Unsafe Release. Wenig später schied der Toro-Rosso-Pilot mit einem Motorschaden vorzeitig aus.

Note: 2

Adrian Sutil: Enttäuschendes Ende für den Deutschen. Nach einem soliden Rennen, in dem Sutil mit dem einen oder anderen Überholmanöver für Aufsehen sorgte, schied er wenig später durch einen Unfall vorzeitig aus. Bemerkenswert: Der Sauber-Pilot fasst sich an die eigene Nase und nahm die Schuld für den Mauerkontakt auf seine Schultern.

Note: 4

Daniil Kvyat: Ähnlich wie der Weltmeister Sebastian Vettel musste auch der Russe seinen Boliden vorzeitig abstellen. Ein technischer Defekt zwang Kvyat dazu, vorzeitig aufzugeben.

Note: -

Sergio Perez: Rennende bereits in der ersten Runde - Foto: Sutton

Sebastian Vettel: Die Pechsträhne des amtierenden Weltmeisters geht weiter. Schon nach wenigen Runden streikte die Technik an Vettels Boliden. Ein Turbomotor ohne Ladedruck bringt keine Leistung. Der Red-Bull-Pilot stellte sein Auto daher an der Box ab.

Note: -

Sergio Perez: Kurze Vorstellung des Mexikaners: Bereits nach wenigen Kurven geriet Perez mit Jenson Button aneinander, der ihn nicht nur in einen Dreher, sondern auch in die Mauer schickte. Das vorzeitige Aus schon nach wenigen Metern.

Note: -

Pastor Maldonado: Enttäuschendes Rennen für den Venezolaner. Bereits beim Start in die Einführungsrunde streikte der Lotus Maldonados aufgrund einer defekten Benzinpumpe. An einen Start - auch aus der Boxengasse - war anschließend nicht mehr zu denken.

Note: -


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