Formel 1 - Kommentar - Magny Cours will Rennen zurück

Jährlich grüßen die Franzosen

Magny Cours will wieder einen Grand Prix austragen. Das kommt Motorsport-Magazin.com-Redakteur Christian Menath bekannt vor.
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Motorsport-Magazin.com - "Wir sind in Verhandlungen mit der FOM", erzählte Magny Cours' Streckenchef Serge Saulnier französischen Medien. "Wir sind Kandidat für ein Rennen 2015, aber noch ist nichts unterschrieben", so Saulnier weiter.

Irgendwie ist es jedes Jahr dasselbe: Frankreich will wieder einen Formel-1-Grand-Prix austragen. Was aus Bernies Plänen aus Paris geworden ist, weiß wohl niemand so genau. Auf die Rennstrecke durch Disneyland warten wir seit Jahren. Wenn schon nicht dort, dann doch zumindest irgendwo anders in Frankreich.

Bernie Ecclestone hat viele Baustellen - Foto: Jaypee International Circuit

Schließlich gibt es mit Renault einen französischen Motorenhersteller, mit Romain Grosjean, Jean-Eric Vergne und Jules Bianchi stammen außerdem gleich drei Piloten aus der Grande Nation. Der Automobilweltverband hat seinen Hauptsitzt auch noch in Paris. Es muss also wieder in Frankreich gefahren werden. Mindestens ein Rennen.

Sie hören eine gewisse Ironie. Denn Magny Cours hat außer zahlreichen Weideflächen und Kühen nicht besonders viel zu bieten. Gut, die Strecke ist schön, aber das interessiert inzwischen ohnehin niemanden mehr. Besonders viel Geld gibt es nicht zu holen. Im Gegensatz zu anderen Destinationen, wo drumherum auch nicht viel geboten ist ist und die Strecken vielleicht deutlich schlechter sind. Aber es gibt Geld. Und Geld ist Bernie wichtiger als es die Kühe sind.

So sicher wie das Amen in der Kirche sind die nächsten Nachrichten aus Frankreich. Nicht in Magny Cours soll gefahren werden, sondern auf dem Circuit Paul Ricard. Die Strecke ist nicht ganz so im Nirgendwo, außerdem viel modern und natürlich in Besitz von Bernie Ecclestones Familienfond. Das gibt selbstverständlich einen Verhandlungsbonus.

Ich wage es sehr zu bezweifeln, dass in absehbarer Zeit wieder ein Rennen in Frankreich stattfindet. Solange andernorts potente Investoren Strecken bauen und die Formel 1 mit Geldscheinen Richtung Aserbaidschan, Russland, Thailand und Co. locken, wird Frankreich wohl keinen Platz im Kalender erhalten. Wenn 2015 überall gefahren wird, wo Rennen angeblich in Planung sind, dann haben wir im nächsten Jahr ohnehin an jedem Wochenende ein Rennen.


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