Formel 1 - Monaco: Superweiche Reifen feiern Premiere

Ein-Stopp-Strategie möglich

Zum ersten Mal in dieser Saison kommt in Monaco Pirellis weichste Reifenmischung zum Einsatz.
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Motorsport-Magazin.com - In Monaco kommen zum ersten Mal in dieser Saison Pirellis superweiche Reifen zum Einsatz. Sie wurden neben den weichen Pneus nominiert, die in den fünf bislang ausgetragenen Rennen des Jahres bereits dreimal zur Anwendung kamen. Der Kurs weist die langsamste Rundengeschwindigkeit und die engsten Kurven aller Formel-1-Strecken in dieser Saison auf. Daher müssen die Autos fast völlig auf aerodynamischen Grip verzichten und sind im hohen Maß auf mechanischen Grip angewiesen.

Überholen in Monaco: Nahezu unmöglich - Foto: Sutton

Deswegen ist es für die Piloten entscheidend, dass sie ihre Reifen möglichst schnell auf Betriebstemperatur bringen und dann im optimalen Arbeitsfenster halten, damit die Mischungen so schnell und lange wie möglich maximale Haftung leisten können. Der glatte Asphalt der mit den typischen Merkmalen eines Straßenkurses ausgestatteten Strecke - darunter aufgemalte Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel und Bodenwellen - erhöht zusätzlich die Anforderungen an die Reifen. Zudem erhielt der Streckenabschnitt nach der Ausfahrt aus dem Tunnel in diesem Jahr eine neue Fahrbahndecke.

Faktor Strategie

"Wie die anderen Slicks aus der Reifen-Range des Jahres 2014 sind ihre Mischung und ihre Konstruktion neu, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen", erklärt Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery mit Blick auf die superweichen Reifen. "Der Abrieb und der Leistungsabbau der Reifen sind in Monaco traditionell sehr gering. Daher ist es möglich, das Rennen mit einer Ein-Stopp-Strategie zu fahren. Weil das aber nicht automatisch die schnellste Variante ist, spielt auch hier die Wahl der richtigen Strategie eine entscheidende Rolle."

Weil Überholmanöver auf dem Stadtkurs schwierig sind, kommt dem Qualifying eine ganz besondere Bedeutung zu. "Jede Rennstrategie muss möglichst flexibel sein, denn auf dem engen Kurs ist die Wahrscheinlichkeit einer Safety Car-Phase sehr hoch", weiß Hembery. "Die Fähigkeit, das Rennen zu lesen und natürlich die Chancen in dem Moment zu nutzen, in dem sie sich bieten, wird einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg sein."


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