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Formel 1 - Monaco Vorschau: Team für Team

Wer darf in die Fürstenloge?

Der Große Preis von Monaco wirft seine Schatten voraus. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Kompakt-Vorschau mit allen Teams.
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Motorsport-Magazin.com - Start frei für das Glamour-Wochenende an der Côte d´Azur! Die Formel 1 reist zum prestigeträchtigsten Grand Prix des Jahres nach Monaco und alle Welt fragt sich: Wer soll Mercedes stoppen? Motorsport-Magazin.com liefert die Kompakt-Vorschau zum Klassiker im Fürstentum.

Mercedes

Hamilton plant den nächsten Coup - Foto: Sutton

Sechstes Rennen, sechster Sieg? Mercedes war im ersten Saisonviertel unschlagbar und es spricht wenig dafür, dass die Gegnerschaft mit den Silberpfeilen in Monaco plötzlich Schritt halten kann, wenngleich die Abstände auf dem engen Kurs wohl knapper als bisher ausfallen werden. "Die Strecke ist so einmalig, dass es schwierig ist, Vorhersagen zu treffen, welche Teams bei diesem Rennen stark sein werden", weiß auch Technikchef Paddy Lowe um die Besonderheiten. Dennoch: Sollte es weder Nico Rosberg gelingen, seinen Vorjahressieg zu wiederholen, noch Lewis Hamilton als Erstplatzierter die Fürstenloge beehren dürfen, wäre dies eine faustdicke Überraschung.

Red Bull

Vettel plagte zuletzt der Defektteufel - Foto: Sutton

Nach dem bislang besten Rennwochenende der Saison hat Red Bull wieder Morgenluft gewittert und rechnet sich durchaus Chancen aus, Mercedes in Monaco vom Platz an der Sonne zu verdrängen. "Die perfekte Vorgehensweise sieht so aus, dass wir ein gutes Qualifying hinlegen und das Rennen aus der ersten Startreihe beginnen", erklärt Sebastian Vettel, der hofft, nicht erneut von so vielen technischen Problemen wie in Barcelona heimgesucht zu werden. Daniel Ricciardo kommt nach seinem ersten Podestplatz vollgepumpt mit Selbstvertrauen nach Monte Carlo, wo er allerdings noch nie das Ziel sah.

Ferrari

Ferrari gewann schon seit 13 Jahren nicht mehr in Monaco - Foto: Sutton

Bereits acht Mal gewann ein Ferrari-Pilot im Fürstentum, doch der letzte Sieg liegt bereits weit zurück: Im Jahre 2001 triumphierte mit Michael Schumacher letztmalig ein Fahrer der Scuderia im Leitplankendschungel. Die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet in dieser Saison der Durststrecke ein Ende gesetzt wird, ist gering. Zwar punkten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen beständig, für den Sprung an die Spitze ist der F14 T jedoch einfach zu langsam. Der Ferrari-Mutterkonzern will nun zwar mehr Geld in den Formel-1-Rennstall pumpen, schnelle Erfolge werden dadurch aber nicht zu realisieren sein.

Force India

Hülkenberg erweist sich als Punktehamster - Foto: Sutton

Auch im fünften Rennen der Saison gelang es Nico Hülkenberg, Zählbares mitzunehmen, obgleich Platz zehn in Barcelona seine bis dato schwächste Platzierung darstellte. Daher ist der Deutsche frohen Mutes, auch in Monaco anschreiben zu können. "Es ist das Event des Jahres", freut sich Hülkenberg auf das traditionell bereits am Donnerstag beginnende Rennwochenende. Für ihn steht fest: "In puncto Präzision ist es gemeinsam mit Singapur das härteste Rennen des Jahres. Man hat während einer Runde keine Pause; man arbeitet immer hart, weil Kurve auf Kurve folgt."

Williams

Das Bild trügt: Williams ist nicht mit Red Bull auf Augenhöhe - Foto: Sutton

Vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt, kam Williams in den bisherigen Rennen einfach nicht so recht in Schwung - das untermauerte auch Felipe Massas enttäuschender 13. Platz in Barcelona. Während sich der Brasilianer von seinem Teamwechsel wohl mehr erwartet hatte, kann Valtteri Bottas ein relativ zufriedenes Zwischenfazit ziehen, landete er doch bei jedem Grand Prix dieser Saison in den Top-10. Williams' Chancen in Monaco? Punkte ja, Podium eher nein.

McLaren

Geht es für McLaren endlich wieder aufwärts? - Foto: Sutton

Führte McLaren nach dem Saisonauftakt sogar die Konstrukteurs-Wertung an, ist der britische Traditionsrennstall mittlerweile auf den sechsten Rang abgerutscht - schon seit drei Rennen warten Jenson Button und Kevin Magnussen auf Punkte. Immerhin macht die Statistik Mut: Mit 15 Siegen ist McLaren das mit Abstand erfolgreichste Team im Fürstentum und hatte mit Ayrton Senna einst sogar einen Seriensieger in seinen Reihen. Der Brasilianer gewann fünf Mal en suite in Monaco - ein Rekord für die Ewigkeit. Ein Triumph liegt zwar in diesem Jahr in weiter Ferne, doch der starke Mercedes-Motor sollte es im Regelfall zumindest erlauben, das Punktekonto aufzufetten.

Toro Rosso

Daniil Kvyat betritt Neuland in Monaco - Foto: Sutton

Während Rookie Daniil Kvyat bereits drei Mal punktete, gelang dies seinem erfahrenen Stallkollegen Jean-Eric Vergne lediglich einmal - dennoch halten beide Piloten bei je vier Zählern. Wie man es auch dreht und wendet, Toro Rosso blieb bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück und möchte nun ausgerechnet in Monte Carlo den Turnaround schaffen. Als einziger Pilot im Feld feiert Kvyat übrigens seine Monaco-Premiere: Während GP2 und Formel Renault regelmäßig auf dem Stadtkurs gastieren, war der Russe im Vorjahr mit der GP3 nicht im Fürstentum unterwegs.

Lotus

Lotus hat endlich angeschrieben - Foto: Sutton

Es geht aufwärts bei Lotus, das lässt sich nach dem Rennen in Barcelona zweifelsfrei konstatieren. Romain Grosjean holte als Siebter die ersten Punkte der Saison und zeigte, dass der E22 zu mehr im Stande ist, als nur am Ende des Feldes herumzugurken. "Das Hauptaugenmerk in Monaco liegt auf den extrem langsamen Kurven, die ehrlich gesagt nicht zu unseren größten Stärken gehören", ist der Franzose mit Blick auf das Streckenlayout jedoch vorsichtig. Pastor Maldonado ist hingegen zu wünschen, dass er ein weniger turbulentes Wochenende als in Katalonien verlebt und es schafft, den Grand Prix ohne gröbere Zwischenfälle zu beenden.

Sauber

Sutl und Gutierrez machen gute Miene zum punktelosen Spiel - Foto: Sutton

Auch mit dem abgespeckten C33 waren Adrian Sutil und Esteban Gutierrez nicht nicht in der Lage, in Barcelona die ersten Zähler des Jahres zu holen. "Mein Ziel ist ganz klar, mit ein paar Punkten nach Hause zu fahren", gibt sich der Deutsche trotz aller Widrigkeiten kämpferisch. Zumindest der Blick in die Vergangenheit gibt Zuversicht: Im Vorjahr wurde Sutil im Fürstentum starker Fünfter, saß damals allerdings im Force-India-Cockpit.

Marussia

Chilton ist der Dauerläufer der Formel 1 - Foto: Sutton

Der Große Preis von Monaco ist jenes Rennen, dem die kleinen Teams besonders entgegenfiebern, schließlich ist im Leitplankendschungel die Wahrscheinlichkeit für ein Chaosrennen und die damit einhergehenden ersten Punkte größer als andernorts. Sollte es tatsächlich soweit kommen, ist im Hause Marussia vermutlich Max Chilton erster Anwärter für eine Top-10-Fahrt, schied der Brite in seiner Formel-1-Karriere doch noch kein einziges Mal aus und sah stets die Zielflagge.

Caterham

Kobayashi beendete Caterhams Testfahrten vorzeitig - Foto: Sutton

Was für Marussia gilt, gilt freilich auch für Caterham. Viel Nass von oben und ein Chaosrennen par excellence, das wünscht man sich bei den Grünen. Die Vorbereitung auf Monaco lief allerdings nicht optimal, denn Kamui Kobayashi zertrümmerte bei den Testfahrten in Barcelona seinen Boliden, womit Caterham statt zwei Tagen lediglich einer zum Erproben neuer Teile blieb.


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