Formel 1 - Österreich: Lauda dreht Runden im 76er Ferrari

Auch Marko, Berger und Co. in historischen Boliden

Leckerbissen für die österreichischen Formel-1-Fans: Alle noch lebenden Formel-1-Piloten aus der Alpenrepublik drehen beim Heim-GP Demorunden in ihren Autos.

Motorsport-Magazin.com - Eine stolze Riege österreichischer Ausnahme-Rennfahrer hat die Geschichte der Formel 1 mitgeschrieben und geprägt. Sie alle verbindet eine ungeheure Leidenschaft für den Motorsport und eine besondere Liebe zu den Rennwagen ihrer Zeit. Für den Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring ist es gelungen, den Zuschauern ein ganz besonderes Highlight zu präsentieren: Am 22. Juni kehren alle neun noch lebenden österreichischen Formel-1-Fahrer in die vertrauten Cockpits der Original-Rennboliden ihrer aktiven Zeit zurück.

Niki Lauda, Gerhard Berger und Co. starten die PS-starken Weggefährten von damals und drehen vor ausverkauften Rängen des Heim-Grand-Prix ihre Runden. Gemeinsam lassen sie dem Rennsound vergangener Tage freien Lauf und erwecken so auf dem Red Bull Ring Motorsport-Geschichte aus vier Jahrzehnten zum Leben.

Starke österreichische Wurzeln in der Formel 1

Gerhard Berger nimmt in seinem 1988er Ferrari Platz - Foto: Sutton

Jochen Rindt, Helmut Marko, Dieter Quester, Niki Lauda, Hans Binder, Gerhard Berger, Karl Wendlinger, Alexander Wurz, Patrick Friesacher, Christian Klien – alles klingende Namen, die seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts das österreichische Motorsportherz höher schlagen lassen. Einige von Ihnen durften die Atmosphäre eines Heim-Grand-Prix am Gelände des ehemaligen Österreichring, dem heutigen Red Bull Ring, als aktive Rennsportler miterleben.

Es war das schönste Auto meiner 15 Jahre in der Formel 1.
Gerhard Berger

Die Glanzzeiten heimischer Piloten wirken bis in die Formel-1-Gegenwart hinein. Neun Piloten, neun historische F1-Boliden. Mit einer Parade in ihren Rennautos von damals tragen alle neun noch lebenden österreichischen Formel-1-Fahrer der Freude über die Rückkehr der Königsklasse nach Österreich Rechnung. Vor heimischem Publikum auf ausverkauften Rängen lassen sie die Motoren historischer Boliden, die während des gesamten Wochenendes in der Fanzone zu bewundern sind, aufheulen. Es sind exakt jene Fahrzeuge, in denen die Piloten auf den Rennstrecken dieser Welt um WM-Punkte kämpften und zu denen sie teils über Jahrzehnte hinweg noch immer eine tiefe Verbundenheit fühlen – wie Gerhard Berger, der seinen Ferrari starten wird, mit dem er 1988 in Monza gewonnen hat.

"Es war das schönste Auto meiner 15 Jahre in der Formel 1. Diese niedrige Schnauze und die wuchtige Kraft der Hinterräder, das war ein Statement, das eigentlich kein Formel-1-Auto danach zustande gebracht hat", schwärmt der Tiroler, der am 22. Juni in Spielberg von seinen einstigen Mechanikern betreut wird: "Es wird vielleicht ein bissl dauern, bis dann vor dem Start alles faucht und knistert, aber es wird wunderbar sein."

Welcher Pilot fährt welches Auto?

Helmut Marko, 1972 BRM P160b
Niki Lauda, 1976 Ferrari 312T2
Hans Binder, 1976 Williams FW05
Dieter Quester, 1974 Surtees TS16
Gerhard Berger, 1988 Ferrari 88C
Karl Wendlinger, 1995 Sauber C14
Alexander Wurz, 1998 Benetton B198
Patrick Friesacher, 2005 Minardi PS04
Christian Klien, 2005 Red Bull Racing RB1


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