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Formel 1 - Wehrlein testet für Mercedes im Simulator

Vom Simulator ins reale Cockpit?

Formel-1-Nachwuchs im Anmarsch: Mercedes-Junior Pascal Wehrlein hilft dem Silberpfeil-Team bei der Abstimmungsarbeit im Simulator.
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Motorsport-Magazin.com - "Ich kann Geheimnisse für mich behalten", sagt Pascal Wehrlein mit einem verschmitzten Lächeln. Da kommt ihm die Formel 1 gerade recht. Schließlich gibt es in der Königsklasse des Motorsports einige streng gehütete Geheimnisse. Eines davon lüftete sein Boss am Sonntag höchstpersönlich: Der Mercedes DTM-Junior testet schon seit geraumer Zeit im Formel-1-Simulator des Silberpfeil-Werksteams.

Bisher kannte ich die Formel 1 nur von der PlayStation.
Pascal Wehrlein

"Pascal hat sich gut entwickelt und schon viel Unterstützungsarbeit im Simulator geleistet", verriet Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Rahmen des DTM-Saisonauftakts in Hockenheim. So steht Wehrlein an den Rennwochenenden als Race Support für die Einsatzfahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton in der Fabrik parat. "Er sitzt im Simulator und überlegt, wie er die Jungs unterstützen könnte", so Wolff.

Seit Anfang des Jahres testet der frühere Formel-3-Pilot im virtuellen Formel-1-Mercedes. "Ich teste so oft sie mich brauchen und war schon sehr oft dort. Deswegen war ich seit Januar immer gut beschäftigt mit der Formel 1 und der DTM", erklärt Wehrlein gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Die ganze Sache in Brackley ist schon etwas Anderes, etwas Neues. Bisher kannte ich die Formel 1 nur von der PlayStation. Der Simulator ist sehr professionell. Es ist stark, wie viele Leute da für einen Fahrer arbeiten."

DTM als Vorbereitung für die Formel 1

Pascal hat sich gut entwickelt und schon viel Unterstützungsarbeit im Simulator geleistet.
Toto Wolff

Wehrlein geht in sein zweites DTM-Jahr und wurde beim Auftaktrennen bester Mercedes-Pilot in einer ansonsten überraschend schwachen Mannschaft. Sein Chef hält große Stücke auf ihn. "Die DTM ist eine sehr gute Plattform, um erfolgreich junge Formel-3-Fahrer weiter zu fördern", sagt Wolff. Noch dazu in einer professionellen Spitzenserie, die in Wolffs Augen nicht weit weg von der Formel 1 ist. "Das werden wir auch weiterhin so machen."

Die Gründe dafür sind klar: "Dahinter steckt die Überlegung, dass der Weg in die Formel 1 im Moment relativ schwer ist", so Wolff. "Die verschiedenen Nachwuchsserien sind einerseits zu teuer und andererseits die Testmöglichkeiten in der Formel 1 nicht mehr vorhanden."

Zumindest jene in einem echten Auto auf einer realen Rennstrecke. In einem dunklen Kämmerlein in Brackley sieht das schon wieder ganz anders aus. Dort wird Wehrlein bald wieder in sich hineinlächeln, wenn er erneut das virtuelle Gegenstück des derzeit überlegenen Formel-1-Silberpfeils fahren darf...


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