Formel 1 - Wolff: Budgetgrenze ist ein schweres Thema

Kosten reduzieren, aber wie?

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erklärt, warum beim Meeting in London keine Lösung in punkto Budgetgrenze gefunden wurde.
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Motorsport-Magazin.com - Vergangene Woche trafen sich die FIA und die F1-Teams in London zu einem Krisentreffen. Auf der Agenda: die umstrittene Budgetgrenze. Doch wie schon bei anderen Treffen zuvor ging auch dieses ohne eine Lösungsfindung zu Ende. "Es ist die einhellige Meinung aller Teams, dass wir die Kosten stark reduzieren wollen. Was die Formel 1 auszeichnet ist Nachhaltigkeit und keine Regeländerungen von einem Jahr aufs andere. Deswegen gibt es verschiedene Mechanismen, einer ist eine Budgetgrenze, ein anderer Kostenreduktionen wie sie in der Vergangenheit schon erfolgreich durchgeführt worden sind, z.B. bei den Testfahrten. Das ist alles in Arbeit und wird unter den Teams diskutiert", erklärte Toto Wolff.

Die Obergrenze ist ein schweres Thema, weil es einige Teams gibt, die das gar nicht wollen
Toto Wolff

Laut britischen Medien wollen die kleineren Rennställe wie Sauber oder Force India in den kommenden zwei Wochen neuerliche Vorschläge zur Budgetgrenze vorlegen. "Die Obergrenze ist ein schweres Thema, weil es einige Teams gibt, die das gar nicht wollen und sie auch gar nicht schaffen, weil sie von ihrer Struktur nicht so aufgesetzt sind, dass man das kontrollieren kann. Ferrari hat alles in einer Einheit. Ein F1-Team innerhalb der großen globalen Ferrari Gesellschaft. Da wird es schwer fallen, einen Cost Cap tatsächlich zu kontrollieren", weist der Mercedes-Motorsportchef auf die Problematik.

Für ihn stellt eine Budgetgrenze somit nicht den besten Weg dar, um zukünftig die Kosten zu senken. "Es gibt einen großen Unterschied in der Agenda der Teams. Wenn wir uns Red Bull, Mercedes, Ferrari oder McLaren anschauen, ist die Hauptagenda, einen multinationalen globalen Partner zu vertreten. Das ist ganz anders als die Aufgabe von kleinen Teams, die nur Racer sind. Die Formel 1 besteht aber aus allen Teams und deshalb müssen wir Lösungen finden, die allen langfristig helfen", sagte Wolff abseits des DTM-Auftakts in Hockenheim, bei dem auch Motorsport-Magazin.com vor Ort war.

Taten statt Worte

Monisha Kaltenborn forderte zuletzt immer wieder, dass den Worten auch Taten folgen. "Es wurde genug geredet. Wir hätten schon vor langer Zeit eine Entscheidung treffen müssen", betonte die Sauber-Teamchefin und fügte hinzu: "Für die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen und des Sports ist es wichtig, dass es Entscheidungen gibt - immerhin gab es öffentliche Versprechungen, dass die Budgetgrenze 2015 eingeführt wird."


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