Formel 1 - Kaltenborn vor FIA-Meeting: Genug geredet!

Verantwortungsvollen Schritt setzen

Vor dem FIA-Meeting am 1. Mai fordert Monisha Kaltenborn von den Verantwortlichen, den Worten endlich Taten folgen zu lassen.
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Motorsport-Magazin.com - Mit besorgter Miene blickt Monisha Kaltenborn in Richtung 1. Mai. An besagtem Tag treffen sich die Teams und die FIA, um über die umstrittene Budgetgrenze zu sprechen. Doch für Kaltenborn wurde schon genug geredet, die Sauber-Teamchefin fordert endlich Taten. "Es wurde genug geredet. Wir hätten schon vor langer Zeit eine Entscheidung treffen müssen, aber es ist nie zu spät", erklärte Kaltenborn.

Ich hoffe, dass es nicht wieder ein Meeting wird, bei dem wir ohne signifikante Fortschritte herausgehen
Monisha Kaltenborn

Laut der 42-Jährigen ist es nicht nur für die Gesundheit des Sports essentiell, dass am 1. Mai weitreichende Entscheidungen getroffen werden, sondern auch für die Glaubwürdigkeit der FIA. "Ich hoffe sehr, dass wir bei diesem Meeting entsprechende Lösungen finden werden und es nicht wieder ein Meeting wird, bei dem wir ohne signifikante Fortschritte herausgehen", verriet Kaltenborn. Die Uhr ticke, wolle man die Budgetgrenze tatsächlich 2015 in die Tat umsetzen.

"Bis zur Jahreshälfte müssen die Entscheidungen getroffen sein. Auch für die Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen ist es wichtig, dass es Entscheidungen gibt - immerhin gab es öffentliche Versprechungen, dass die Budgetgrenze 2015 eingeführt wird", sagte Kaltenborn. Bereits Anfang des Jahres prognostizierte Caterham-Teambesitzer Tony Fernandes der Formel 1 eine düstere Zukunft, sollte das Geldausgeben uneingeschränkt weitergehen. "Es ist eine Tatsache, dass es diese Kostenkrise gibt. Am Ende könnten vielleicht noch fünf Teams übrig bleiben, wenn es so weitergeht wie bisher", warnte Fernandes.

Ungesunder Wettbewerb

Dieser Krise ist sich auch Kaltenborn bewusst, weshalb sie im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com betont: "Im Moment ist der Wettbewerb nicht gesund. Es bringt nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Es gibt durchaus große Teams, die ebenfalls der Meinung sind, dass die Kosten reduziert werden müssen. Entscheidend ist, dass eine Grenze gesetzt wird, auch wenn diese vielleicht für kleinere Teams anfangs noch sehr hoch erscheint. "Exakte Zahlen will die Österreicherin nicht nennen. "Wichtig ist, dass wir einen glaubhaften und einen verantwortungsvollen Schritt setzen."


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