Formel 1 - Brundle: Bloß keine aktive Radaufhängung

Carrera-Bahn-Look & hohe Kosten

Die Strategy Group soll überlegen, die aktive Radaufhängung zu reaktivieren. Das System soll mehr Action bringen, doch viele sehen darin nur erneute Kosten.
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Motorsport-Magazin.com - Kehrt nach den Turbomotoren auch die aktive Radaufhängung in die Formel 1 zurück? Laut Gerüchteküche soll die Strategy Group darüber nachdenken die aktive Radaufhängung zu reaktivieren, um die Formel 1 noch spektakulärer zu gestalten. "Die Rückkehr zu diesem Konzept sowie zu 18-Zoll-Reifen wird für 2017 überlegt", verriet Martin Brundle gegenüber Autosport.

Die Rückkehr zu diesem Konzept sowie zu 18-Zoll-Reifen wird für 2017 überlegt
Martin Brundle

Das würde allerdings zur Folge haben, dass die Teams die Aufhängung sowie die Aerodynamik neu überdenken müssten. "Man muss das Auto komplett neu designen. Für die Aerodynamiker wäre es sicherlich ein Traum. Meine Sorge ist allerdings, dass wir in der Formel 1 dann einen Look wie auf der Carrera-Bahn hätten - mit Autos, die regelrecht auf der Strecke kleben", gab Brundle zu Bedenken.

Die aktive Radaufhängung wurde zum Saisonstart 1994 aus der Formel 1 verbannt. Stattdessen wurde eine Unterboden-Holzplatte eingeführt, um zu verhindern, dass die Teams aus aerodynamischen Vorteilen heraus mit zu geringem Bodenabstand fahren. Die Rückkehr zu diesem System würde für die Rennställe allerdings enorme Kosten bedeuten.

Neue Kostenfalle

"Wie zum Teufel will man Geld sparen, wenn man mit all den Sachen wieder von vorne anfängt?", kritisiert Brundle. "Ich sehe keinen Vorteil darin. Das einzige, was ich sehe, sind unglaublich hohe Kosten." Dabei betonte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn erst kürzlich gegenüber Motorsport-Magazin.com wie wichtig es sei, endlich den Sparstift anzusetzen. "Im Moment ist der Wettbewerb nicht gesund. Es gibt durchaus große Teams, die ebenfalls der Meinung sind, dass die Kosten reduziert werden müssen", so Kaltenborn.


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