Formel 1 - Maldonado: Vom Täter zum Opfer

Letzter Startplatz nach Qualifying-Verzicht

Aufgrund eines Öl-Lecks am Motor des Lotus E22 musste Pastor Maldonado das Qualifying aussetzen. Der Crashpilot startet somit unverschuldet als Letzter.
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Motorsport-Magazin.com - Der Alptraum Pastor Maldonados in der Formel-1-Saison 2014 geht ungemindert weiter. Nach einem Horrorfreitag mit unzähligen Fahrfehlern, einem grandiosen Abflug im ersten Freien Training sowie einem Crash in der Boxeneinfahrt in der zweiten Session verpasste der Venezolaner aufgrund eines Öl-Lecks am Motor seines E22 zudem nahezu den kompletten Samstag. Zwar gelangen ihm im Training am Samstagmorgen immerhin zwölf Runden - eine Teilnahme am Qualifying blieb Maldonado aufgrund fehlender Reparaturzeit jedoch versagt.

Selbstverständlich sind wir sehr unglücklich darüber, das Qualifying verpasst zu haben
Pastor Maldonado

"Selbstverständlich sind wir sehr unglücklich darüber, das Qualifying verpasst zu haben, denn wir waren heute Morgen im Training gut unterwegs und Romain hat gezeigt, was mit dem Auto heute drin war", resümiert er. Lotus-Neuzugang Maldonado, der in dieser Saison bisher eher als Crashpilot denn durch fahrerische Leistung auf sich aufmerksam machte, hat ein gutes Rennen trotz des letzten Starplatzes jedoch noch nicht abgeschrieben. Mut macht ihm dabei vor allem die Tatsache, dass Lotus sowohl im Trockenen als auch im Nassen zeitenmäßig näher an die Konkurrenz herangerückt zu sein scheint.

"Die Situation ist natürlich extrem schwierig und wir müssen realistisch bleiben, dennoch bin ich wie immer optimistisch und werde auch am Sonntag alles geben", verrät Maldonado seine Marschroute für das Rennen. "Wir werden wie auch sonst weiter hart arbeiten, um uns zu verbessern und die Plätze drei und sechs für Romain und mich im dritten Freien Training waren ein weiterer Schritt in die richtige Richtung." Nach Ausscheiden in Q1 bei bisher sämtlichen Rennen der Saison hätte Maldonado gerne seine Qualifying-Bilanz aufpoliert.

Die Plätze drei und sechs für Romain und mich im dritten Freien Training waren ein weiterer Schritt in die richtige Richtung
Pastor Maldonado

Durch den Defekt an seinem Boliden kommt es für den Venezolaner jetzt jedoch noch schlimmer. So wurde er nicht nur mit dem letzten Startplatz bestraft, sondern zudem auch mit einer Hypothek für das erste Europa-Rennen der Saison in Spanien belegt: Die fällige Strafversetzung um fünf Startpositionen für den verschuldeten Unfall mit Saubers Esteban Gutierrez in Bahrain bleibt in Shanghai angesichts Platz 22 unwirksam.


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