Formel 1 - Red Bull Vorschau: China GP

Ein Buch für die Gegengerade

Während Sebastian Vettel an seinen ersten Red-Bull-Sieg zurückdenkt, erinnert sich Daniel Ricciardo an die Zeit, als er noch gerne beim Fahren gelesen hätte.

Motorsport-Magazin.com - Für Sebastian Vettel ist der Shanghai International Circuit etwas Besonderes, da er dort 2009 seinen ersten Sieg mit Red Bull feierte. Den Kurs, der aus der Feder von Hermann Tilke stammt, bezeichnet er aufgrund seiner Größe als einzigartig. "Die langen Geraden bedeuten, dass es viele mögliche Orte und Chancen zum Überholen gibt", meinte er. Zudem lobte er die weiten Auslaufzonen, die höchste Sicherheitsstandards bieten.

Teamkollege Daniel Ricciardo schätzt vor allem den mittleren Sektor der Strecke. Die Gegengerade ist dem Australier allerdings etwas zu lang geraten. "Ich denke immer an die Zeit zurück, als ich als Kind mit der Formel BMW hier war - mit massig Haaren und viel Enthusiasmus - und glauben Sie mir: damals war es die Art von Gerade, auf der ich definitiv nach einem Buch gegriffen hätte, wenn ich eines gehabt hätte", scherzte er. In einem Formel-1-Auto sei die ganze Angelegenheit jedoch etwas anders.

Red Bull: Shanghai Bilanz

Red Bull in Shanghai: Die Lieblingsstrecke von Red Bull ist der Shanghai International Circuit sicherlich nicht. Sebastian Vettel raste 2009 zum bisher einzigen Erfolg für den Weltmeister-Rennstall. Mehr Siege gab es für die Überflieger der letzten Jahre in China allerdings nicht. Selbst im Über-Auto von 2011 erreichte der spätere Champion Vettel nur den zweiten Rang. Mark Webber sorgte mit den Plätzen zwei (2009) und drei (2011) für zwei weitere Podiumsplatzierungen.

Sebastian Vettel in Shanghai: Ein Sieg, ein zweiter Platz und drei Pole-Positions stehen für Sebastian Vettel bei seinen sieben Einsätzen in China zu Buche. Bemerkenswert: Gleich bei seinem ersten Auftritt 2007 sicherte sich der damalige Toro-Rosso-Fahrer den vierten Rang. Den Sprung in die Punkte verpasste er mit P9 nur bei seinem zweiten Rennen in Shanghai.

Daniel Ricciardo in Shanghai: Der Australier feierte 2011 im Freitagstraining sein China-Debüt und durfte 2012 erstmals unter Wettkampfbedingungen ins Cockpit steigen. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen, denn Ricciardo konnte vom 17. Startplatz keine Verbesserung erzielen. Deutlich besser lief es für den Strahlemann hingegen im vergangenen Jahr, als er den siebten Rang belegte.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Ob Red Bull ausgerechnet 2014 die Siegesdürre in Shanghai beenden kann? Ohne Patzer bei Mercedes wird es wohl schwer, den Platz an der Sonne zu erreichen. Podestplätze sind jedoch definitiv möglich. In Bahrain wurde Ricciardo nur knapp Vierter, Sebastian Vettel kam nach Problemen auf Rang sechs. Mit einem sauberen Wochenende und einem Quäntchen Glück könnten sogar beide Red-Bull-Piloten am Sonntag an der Siegerehrung teilnehmen. (Annika Kläsener)


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