Formel 1 - Ricciardo: Longruns & Reifen im Fokus

Aero-Tests verschoben

Trotz Problemen am Morgen zog Daniel Ricciardo am Ende des ersten Testtages in Bahrain ein positives Fazit und schwärmte zudem vom Rennen am Sonntag.
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Motorsport-Magazin.com - Daniel Ricciardo erzielte am ersten Tag der Testfahrten in Bahrain Rang sieben, 91 Runden standen am Ende für den Australier zu Buche. Nur Nico Rosberg und Kevin Magnussen verbrachten mehr Zeit auf der Strecke. Ricciardo hätte wohl auch die 100-Runden-Marke knacken können, wäre am Morgen kein nicht näher bekanntes Problem aufgetreten.

Die Jungs haben daran gearbeitet, dass wir auf die Strecke gehen könne
Daniel Ricciardo

"Die Jungs haben daran gearbeitet, dass wir auf die Strecke gehen können", erklärte Ricciardo auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Wir hatten Aero-Tests geplant, haben das aber im letzten Moment abgeblasen. Das hat uns etwas in Verzug gebracht, aber wir haben am Ende fast das ganze geplante Programm durchgezogen. Wir haben also nicht zu viel verloren."

Als Pluspunkte hob Ricciardo vor allem die Longruns hervor, die er am Dienstag absolvieren konnte. Zudem konnte er daran arbeiten, die Reifen besser zu verstehen, was er nach wie vor als einen wichtigen Punkt in der Formel 1 ausmacht. "Wir haben damit heute große Fortschritte gemacht. Hoffentlich ist das morgen auch so."

Neue Teile erst in China

Das Programm für den Mittwoch sieht ähnlich aus, es sind weitere Longruns geplant. Darüber hinaus wird der Fokus jedoch auch auf kürzeren Runs liegen, bei denen die Leistung im Vordergrund steht. Eventuell werden dabei auch die superweichen Reifen zum Einsatz kommen, offenbarte Ricciardo. Zudem werden die für den Dienstag geplanten Aero-Tests nachgeholt. Dabei gehe es allerdings nicht um außergewöhnliche Neuerungen. "Es ist nichts völlig Neues im Vergleich zum Wochenende. Wir experimentieren mit mechanischen Änderungen am Auto. In China werden wir ein paar neue Teile haben", kündigte Ricciardo an.

Der Neuling bei Red Bull hofft darauf, vor dem Ende der Saison um Rennsiege kämpfen zu können. Als größte Herausforderung bezeichnete er Mercedes - und nicht etwa seinen Teamkollegen. "Wenn ich mich zu sehr auf Vettel konzentriere, verliere ich den Fokus darauf, Mercedes einzuholen", erläuterte er. "Wir müssen als Team pushen und versuchen, sie einzuholen. Wenn wir sie einholen und ich vor Vettel bleibe, dann ist es gut. Aber im Moment arbeiten wir als Team, um Red Bull weiter nach vorne zu bringen."

Etwas wirklich Erfrischendes

Nach seinem vierten Platz am Sonntag hat sich Ricciardo das Rennen als Video zu Gemüte geführt und zeigte sich vom Duell an der Spitze begeistert. "Hut ab vor den Mercedes-Piloten, das war ein wirklich guter Kampf", meinte er. "Die Fans und Zuschauer der Formel 1 haben etwas wirklich Erfrischendes gesehen, ein wirkliches Rennen. Alle haben Gas gegeben. Das Safety Car am Ende hat es extrem spannend gemacht. Es war ein Vergnügen, das anzuschauen."

Auf die Frage von Motorsport-Magazin.com, ob er froh sei, dass die Diskussionen um die Spannung damit beendet seien, erwiderte er: "Definitiv! Es ist gut zu wissen - auch als Fahrer -, dass man solche Rennen haben kann. Das ist es, was wir alle genießen: die Kämpfe. Hoffentlich bekommen wir mehr davon."


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