Formel 1 - Hülkenberg: Dank Konstanz WM-Dritter

Das erste Podium vor Augen

Nico Hülkenberg findet sich in der WM vor Alonso, Vettel oder Button. Das erste Podium schnappte ihm in Bahrain aber ausgerechnet der Teamkollege weg.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Hülkenberg verpasste in Bahrain ein mögliches Premieren-Podium. Das ist die schlechte Nachricht, doch es gibt auch eine gute: Er verbesserte sich dank Rang fünf in der Fahrer-WM auf den dritten Platz, während sein Team Force India in der Kostrukteurs-WM hinter Mercedes sogar Rang zwei inne hat.

"Im Großen und Ganzen kann ich mit meinem Rennen zufrieden sein, wenn man kuckt, von wo ich gekommen bin", meinte Hülkenberg. Dank seines Aus in Q2 am Samstag war er nur vom elften Startplatz ins Rennen gegangen, konnte sich aber kontinuierlich nach vorne arbeiten.

Hülkenberg trauert Chancen nach

"Dennoch muss ich sagen, dass mehr drin gewesen wäre, aber die Situation mit Massa, die ich nicht gut fand, hat Zeit gekostet", ärgerte sich Hülkenberg. Trotz der Scharmützel mit dem Williams-Piloten kam der Deutsche als Vierter zum Restart nach der Safety-Car-Phase und durfte sich mit seinem Teamkollegen um den freien Podiumsplatz hinter den beiden Mercedes duellieren.

Wir geben unseren Fahrern keine Teamorder. Wir wissen, dass beide gut sind und daher sollte man es ihnen auch erlauben, frei zu fahren.
Vijay Mallya

Mehrmals kamen sich die Force India von Hülkenberg und Sergio Perez dabei gefährlich nahe. Dem Teameigentümer Vijay Mallya gefiel das aber: "Wir geben unseren Fahrern keine Teamorder. Wir wissen, dass beide gut sind und daher sollte man es ihnen auch erlauben, frei zu fahren. Nico war aber eigentlich die ganze Zeit hinter Perez."

Am Ende gingen die Reifen kaputt

In der Schlussphase wurde Hülkenberg doch noch von Daniel Ricciardo geschnappt, weshalb er sich mit Rang fünf begnügen musste. "Der Red Bull geht in den Kurven wie die Feuerwehr. Er hatte weiche Reifen und ich pfiff schon aus dem letzten Loch, weil ich so lange hinter Sergio in der dreckigen Luft hing. Das kostet leider Reifen", erklärte Hülkenberg.

Der 26-Jährige hat nun einen sechsten und zwei fünfte Plätze auf seinem Konto. Teamchef Bob Fernley, tröstete seinen Schützling, dass seine Stunde am Podium auch noch komme. "Uns ist egal, welcher Force-India-Fahrer auf dem Podium steht. Vielleicht schaffen wir es ja auch, beide auf einmal raufzubringen."

Mallya war mit seinen Jungs jedenfalls zufrieden: "Beide haben einen guten Job erledigt." So freute sich auch Hülkenberg mit Perez. "Für das Team ist heute ein Riesentag."


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