Formel 1 - Button: Bittere Bekanntschaft mit Mercedes

Silberpfeile in eigener Liga

Was hat eigentlich McLaren drauf? Das Team ist sich selbst nicht sicher, wittert in Bahrain aber seine Chance. Nur gegen ein Team gibt es keinen Stich.
von

Motorsport-Magazin.com - Nach den ersten beiden Grands Prix der Saison 2014 stellt sich die Frage: Wo steht eigentlich McLaren in der Hackordnung? Kevin Magnussen sorgte mit Platz zwei in Melbourne für eine Riesen-Überraschung, doch die Chrompfeile konnten das Momentum nicht aufrecht erhalten. In Malaysia war für Jenson Button nicht mehr als der sechste Platz drin und auf diesem Level dürfte sich das Team aus Woking derzeit befinden. Die direkten Gegner heißen nicht Mercedes und Red Bull, sondern Ferrari, Force India und Williams.

In Bahrain dürfte es für McLaren auf genau diesen Klassenkampf hinauslaufen. Das 2. Training zeigte, wie eng es in der Wüste zugeht: Hinter den beiden Mercedes-Silberpfeilen waren der Drittplatzierte Fernando Alonso und Kevin Magnussen auf Position neun gerade einmal drei Zehntelsekunden voneinander entfernt. "Das Feld liegt hier eng zusammen", sagte Magnussen. "Da könnten sich ein paar Gelegenheiten bieten. Wir müssen nur weiter pushen."

Wenn wir Glück haben, können wir Vierter werden.
Kevin Magnussen

Mit viel Glück in Startreihe 1

Der junge Däne schielt im Qualifying auf einen Platz in der zweiten Startreihe - wenn die Gegner ein wenig mithelfen. "Wenn wir Glück haben, können wir Vierter werden", meinte Magnussen, auch liebevoll als K-Mag tituliert. "Ich denke nicht, dass wir um die erste Startreihe kämpfen - aber wenn ein paar Leute Fehler machen und bei uns alles klappt, könnte es möglich sein." Von der Stärke des eigenen Autos war er zumindest überzeugt - keine Klagen nach den ersten beiden Trainings, von denen das 2. wegen der Bedingungen das wesentlich wichtigere darstellte.

McLaren fühlt sich bei kühlen Bedingungen wohler - Foto: Sutton

Teamkollege Button war etwas näher an Mercedes dran und belegte in der zweiten Session unter Flutlicht den sechsten Platz - 1,2 Sekunden Rückstand auf die Silberpfeile. Am Abend machte der Brite, der in Bahrain sein 250. Formel-1-Rennen bestreitet, bereits unliebsame Bekanntschaft mit Mercedes. "Einer fuhr heute an mir vorbei und es fühlte sich an, als ob ich auf der Strecke stehen würde", drückte Button es etwas überspitzt aus.

Rückstand größer als erwartet

Gegen Lewis Hamilton und Nico Rosberg sei laut Button einfach kein Kraut in der Wüste Bahrains gewachsen. "Unser Rückstand auf Mercedes ist groß, und das wird sich auch über Nacht nicht ändern", wies Button jegliche Hoffnungen auf die Pole Position von sich. "Wir sind nicht langsam, aber die sind einfach zwei Sekunden schneller. Red Bull ist wohl am nächsten dran - unsere Lücke ist leider größer als wir es erwartet hatten."

Wir sind nicht langsam, aber die sind einfach zwei Sekunden schneller.
Button über Mercedes

Der Plan sieht also vor, sich möglichst nah hinter den beiden tonangebenden Teams aus Brackley und Milton Keynes einzuordnen. "Wir peilen hier auf jeden Fall gute Punkte an", sagte Magnussen selbstbewusst. "Aber Mercedes ist einfach zu schnell, die fahren in einer eigenen Liga."

Button rechnete sich im Rennen besser Chancen als im Qualifying aus, auf einer schnellen Runde war er mit der Balance seines Autos noch nicht so recht zufrieden. "Daran müssen wir noch arbeiten", forderte er. "Es ist nicht so schlecht, aber bei den Long Runs fühle ich mich unter diesen Bedingungen etwas wohler."


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x