Formel 1 - Wolff und Boullier bilden Red-Bull-Opposition

Wir wollen keine 1000 PS im Qualifying

Eric Boullier und Toto Wolff zweifeln nicht am FIA Fuel Flow Meter. Beide betonen, dass Regeln nun einmal Regeln sind und es keinen Grund für eine Debatte gibt.
von

Motorsport-Magazin.com - Red Bull weht nicht nur seitens der FIA ein scharfer Wind entgegen, seit Daniel Ricciardo in Australien wegen eines zu hohen Benzinflusses disqualifiziert wurde. Auch die Konkurrenz stellt sich gegen den Weltmeister. McLaren-Renndirektor Eric Boullier betonte in Malaysia, dass es für jeden Sensor eine technische Anleitung gebe und es in dieser immer Informationen zur Sicherheit des Sensors gebe.

Wenn es in deinem Interesse ist, System A zu fahren, weil es mehr Performance bietet, dann verstehe ich, wenn du diesen Weg wählst.
Eric Boullier

"Wenn du zwei unterschiedliche Messinstrumente zum Messen des Benzins hast, wird es immer Unterschiede geben. Wenn es in deinem Interesse ist, System A zu fahren, weil es mehr Performance bietet, dann verstehe ich, wenn du diesen Weg wählst. Aber wenn du in einer von Regeln bestimmten Meisterschaft bist, und gesagt wird, dass du B nehmen sollst, dann besteht keine Frage und keine Notwendigkeit für eine Debatte", argumentierte er gegen die Aussagen von Red Bull, die ihren Protest darauf stützen, dass das offizielle FIA Fuel Flow Meter ungenau ist, während ihr eigenes korrekte Werte ausgab.

Boullier hält trotz der Kritik von Red Bull am Konzept des FIA Fuel Flow Meters fest, da der Benzinfluss nun einmal vorgegeben sei und gemessen werden müsse. "Die FIA hat sich für diesen Sensor entschieden. Wir müssen das respektieren. Wenn wir mit der FIA reden und ein anderes System zum Messen einführen, dann ist das eine andere Debatte. Heute hatten wir Gespräche mit der FIA und sie sagt, wir sollen diese Sensoren nutzen", stellte er klar.

Der International Court of Appeal muss entscheiden, ob jemand die Regeln gebrochen hat oder nicht.
Toto Wolff

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hielt sich mit seinen Aussagen ein wenig bedeckter. "Der International Court of Appeal wird eine Entscheidung treffen. Wir haben noch nicht entschieden, wie unsere Position da aussehen wird", erklärte er. Die Argumente, die Mercedes vorbringen wird, wollte er nicht verraten. "Es gibt Regeln und alle Teams sind Teil dieser Regeln. Der International Court of Appeal muss entscheiden, ob jemand die Regeln gebrochen hat oder nicht."

Wolff räumte ein, dass es sich um eine komplizierte Technologie handelt, die jedoch aus gutem Grund besteht. "Wir wollen keine 1000 PS im Qualifying und wollen nicht, dass jede Sekunde ein Motor hochgeht im Rennen. Wir wollten das limitieren", schilderte er. "Es gab eine Ansage und jemand traf eine Entscheidung. Wir hatten eine ähnliche Situation im Rennen und hatten eine andere Position. Jetzt müssen wir es abwarten."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x