Formel 1 - Alonso-Ansage: Wir kämpfen um den Titel!

Was ist Kimis Problem?

Fernando Alonso läuft vor Malaysia richtig heiß: Der Titel ist das Ziel, und Ferrari hat noch viel Potenzial. Für den Erfolg will er auch Kimi Räikkönen helfen.
von

Motorsport-Magazin.com - Platz vier in Melbourne war ein ordentlicher Auftakt für Fernando Alonso. Problem: Für den so lange ersehnten Titelgewinn müssen noch bessere Resultate her. Nach dem Saisonauftakt haderten sowohl Alonso als auch Teamkollege Kimi Räikkönen mit der Performance ihres F14 T-Boliden. Doch der ambitionierte Spanier richtete schon jetzt eine Kampfansage an die Konkurrenz im Sinne von: Passt auf, das war noch lange nicht alles!

"Wir haben mehr Potenzial als das, was wir in Australien gesehen haben", sagte Alonso am Donnerstag vor dem Malaysia Grand Prix. "Wir müssen alles richtig hinbekommen und ein besseres Wochenende haben. Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen, vor allem weil Mercedes so stark erscheint. Aber unser Team hat die nötigen Fähigkeiten, um sehr gute Arbeit zu leisten. Wir sollten stark sein und es wird noch besser, da bin ich ziemlich sicher."

Alonso sucht nach Worten

Starke Worte von Alonso, der dank der neuen Regeln seine Chance auf den WM-Triumph mit Ferrari sieht. Dabei ist es auch für einen erfahrenen Fuchs wie den zweimaligen Champion nicht immer einfach, die passenden Worte zu finden. Alonso erklärte es so: "Wenn ich sage, dass ich mit dem vierten Platz in Australien mehr oder weniger zufrieden bin, weil ich das Rennen beendet habe, heißt es, dass ich nicht motiviert genug und hungrig auf Erfolg bin. Wenn ich sage, dass ich gewinnen will, wir aber nicht die nötige Performance haben, heißt es, dass ich das Team kritisiere. Es ist schwierig, darüber zu sprechen."

Ich glaube daran, dass wir um die Weltmeisterschaft kämpfen können.
Fernando Alonso

Alonso ist also sicher: Ferrari hat noch einiges an Luft nach oben, und die werden die Ingenieure schon aus dem F14 T herauskitzeln. "Ich glaube daran, dass wir um die Weltmeisterschaft kämpfen können", versicherte er. "Unser Start war zwar nicht perfekt und erscheint wie eine Wiederholung der vergangenen paar Jahre - aber jetzt haben wir neue Regeln und eine andere Entwicklungsrate. Wir sind sehr guter Hoffnung."

Räikkönen hadert

Während Alonso nur so vor Selbstvertrauen strotzte, zeigte sich Kollege Räikkönen im Fahrerlager von Sepang etwas verhaltener. Platz sieben in Melbourne - so hatte sich der Eismann das erste Rennen nach seiner Rückkehr zu Ferrari nicht vorgestellt. "Ich denke, dass wir mehr oder weniger da stehen, wo wir in Australien waren", so Räikkönen, der sich zu keiner direkten Prognose hinreißen lassen wollte. "Hoffentlich haben wir diesmal ein besseres Gefühl und etwas mehr Erfahrung damit, wie alles läuft."

Ferrari rollt den F14 T in Malaysia aus - Foto: Sutton

Räikkönen haderte vor allem mit dem Setup seines Autos, das offenbar noch nicht ganz zu seinem Fahrstil passt. Alonso scheint in dieser Hinsicht weniger Probleme zu haben und bat seinem Teamkollegen sogar Hilfe an. "Ich hatte nur ein paar Tests und ein Rennen mit Kimi, also weiß ich nicht genau, wo das Problem bei ihm liegt", sagte Alonso. "Ich habe genug Dinge auf meiner Seite, auf die ich mich konzentrieren muss. Wenn ich aber eine bessere Anpassung habe, bin ich da, um dem Team zu helfen, wenn sie noch weiter Schwierigkeiten haben sollten."

Kein Stress bei Ferrari

Es ist gut und es war immer gut.
Räikkönen über sein Verhältnis zu Alonso

Klingt etwas versöhnlicher als Jacques Villeneuves kürzliche Ansage, dass Alonso Räikkönen um jeden Preis schlagen und psychisch zerstören wolle. Alonso gab sich in Sepang vielmehr als Teamplayer: "Hoffentlich werden sie (Räikkönens Mannschaft; d.Red.) sich schnell verbessern, und wenn es Rennen gibt, in denen ich Probleme habe, kann ich dann von ihnen lernen."

Von bösem Blut wollte unterdessen auch Räikkönen nichts wissen: "Es ist gut und es war immer gut. Unser gemeinsames Ziel ist es, zusammenzuarbeiten, um die Dinge zu verbessern und das Team dorthin zu bringen, wo wir sein wollen."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x