Formel 1 - Renault: Ausfälle erschweren die Entwicklung

Rückstand auf Mercedes verringern

Bei Renault ist man zuversichtlich, dass der Rückstand auf Mercedes reduziert werden kann, die vielen Ausfälle erschweren diese Aufgabe aber.
von

Motorsport-Magazin.com - Unterschiedlicher hätte die Saison für die Renault-Teams nicht beginnen können. Während Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo vor seiner Disqualifikation in Melbourne überraschend den zweiten Platz belegte und auch beide Toro-Rosso-Piloten in die Punkteränge kamen, musste Sebastian Vettel bereits nach wenigen Runden aufgeben und auch die Lotus-Fahrer sahen die Zielflagge nicht. Caterham-Mann Marcus Ericsson musste seinen Wagen ebenfalls verfrüht abstellen.

Vettel hatte maximal 50 Prozent der normalen Leistung, wenn überhaupt
Dr. Helmut Marko

"Vettel hatte maximal 50 Prozent der normalen Leistung, wenn überhaupt", klagte Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko. "Wir sind draußen geblieben, um zu sehen, ob wir die Probleme mit Einstellungen beheben können, aber als klar war, dass das nicht der Fall ist, haben wir sofort gestoppt, um den Motor nicht zu beschädigen."


Bei Renault ist man sich bewusst, dass der Rückstand auf Mercedes beträchtlich ist - Rennsieger Nico Rosberg nahm Ricciardo trotz einer Safety-Car-Phase 24 Sekunden ab. "Zu sagen, es wäre eine Sekunde, ist schwierig, aber es ist keine Zehntel", gab Remi Taffin, der Motorenchef der Franzosen, nach dem Grand Prix gegenüber Journalisten zu. "Es ist eher eine Sekunde als eine Zehntel oder eine Hundertstel."

Fifty-Fifty

Maldonado schied aus - Foto: Sutton

In Viry-Châtillon, dem Hauptsitz von Renault Sport, herrscht dennoch Zuversicht vor, dass der Abstand auf die Silberpfeile in absehbarer Zeit verringert werden kann. "In der Power Unit, die wir einsetzen, haben wir bereits die notwendigen Komponenten, um die Aufholjagd zu starten. Es geht einfach nur darum, alles zu optimieren, um die volle Power abrufen zu können", erklärte Taffin.

Große Sprünge seien trotz der Auswertung jener Daten, die in Australien gewonnen wurden, beim nächsten Rennen in Malaysia aber noch nicht unbedingt zu erwarten. "Wir werden uns das für Sepang ansehen und uns steigern, aber ich würde sagen, aufgrund der Anzahl der Autos, die wir ins Ziel bekommen haben, stehen die Chancen 50-50", wagte der Franzose einen Ausblick auf den zweiten Saisonlauf. "Wir können mit unserem Motor arbeiten, aber es besteht ein Nachteil angesichts der Autos, die wegen Problemen unsererseits nicht bis zum Ende fahren konnten."


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x