Formel 1 - Flow-Gate: FIA mit Sensor zufrieden

Nicht vom Hersteller kalibriert

Nun äußert sich auch der Hersteller des umstrittenen FIA-Fuel-Flow-Meters zu Wort. Gill Sensors erhielt nur positives Feedback.
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Motorsport-Magazin.com - FIA-Fuel-Flow-Meter: Was sich zunächst nach einer schlechten Alliteration mit Zungenbrecher-Garantie anhört, sorgte nach dem Auftakt-Grand-Prix im australischen Melbourne für ordentlich Diskussionsstoff. Mehr als fünf Stunden nach dem Fallen der Zielflagge wurde Daniel Ricciardo von den Rennkommissaren aus der Wertung genommen. Das war es dann mit dem ersten australischem Heim-Podium.

Nach dem letzten Rennwochenende in Australien gab die FIA Gill Sensors positives Feedback zur Performance des Fuel-Flow-Meters.
Statement von Gill Sensors

Red Bull hatte nach den Messwerten des FIA-Einheitsbauteils den maximalen Benzindurchfluss während des gesamten Rennens überschritten. Obwohl Red Bull noch während des Rennens darauf hingewiesen wurde und Änderungen hätte vornehmen können, entschied sich das Team von Christian Horner dagegen. Die eigene Messung sei genauer, das FIA-Fuel-Flow-Meter hingegen zu ungenau und darüber hinaus auch noch zu unzuverlässig.

Auch von anderen Teams waren solche Stimmen zu hören, sie jedoch hielten sich an die Messwerte des Einheitsbauteils. Nun meldet sich der Hersteller des umstrittenen Ultraschall-Messgeräts zu Wort. Gegenüber Motorsport-Magazin.com wollte Gill Sensors jedoch keine detaillierten Fragen beantworten sondern schickte nur eine standardisierte Pressemitteilung.

"Nach dem letzten Rennwochenende in Australien gab die FIA Gill Sensors positives Feedback zur Performance des Fuel-Flow-Meters", schrieb das britische Unternehmen. Die FIA habe außerdem ihr Vertrauen in die Entwicklung ausgesprochen und angemerkt, dass der Sensor die von der FIA vorgeschriebene Genauigkeits-Richtlinien erfüllt.

Gemeinsam mit Teams entwickelt

"Der Entwicklung des Messgeräts ging ein ausführliches Testprogramm einher, das in Zusammenarbeit mit vielen Formel-1-Teams stattfand, die wertvolles Feedback zum Design und der Funktionalität des Fuel-Flow-Meters gaben", heißt es weiter.

Außerdem wies Gill Sensors ausdrücklich daraufhin, dass die Sensoren nicht vom Hersteller selbst kalibriert werden: "Die Kalibrierung unterliegt einer von der FIA beauftragten Kalibrierungs-Firma." Speziell die Kalibrierung sorgte bei Red Bull für Unmut, der ausgegebene Wert des Einheitsbauteils soll permanent über jenem der internen Messung gewesen sein.


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