Formel 1 - Button: Überholen jetzt noch schwieriger

Taktikfuchs Button schlägt wieder zu

Jenson Button schummelte sich an der Box an vielen Gegnern vorbei. Auf der Strecke sieht er mit den neuen Boliden dazu nämlich keine Gelegenheit.
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Motorsport-Magazin.com - Für Jenson Button begann die neue Saison wie die alte endete: mit Platz vier. Dank Daniel Ricciardos nachträglicher Disqualifikation wurde daraus fünf Stunden nach Rennende sogar noch Platz drei und damit der erste Podestplatz seit seinem Sieg in Sao Paulo 2012.

Nach einem verpatzten Qualifying inklusive Q2-Aus überwog beim Weltmeister von 2009 die Freude über dieses Ergebnis. "Gestern war es ein Krampf, aber heute lief es dafür umso besser. Australien ist, wenn du durchkommst, immer ein aussichtsreiches Rennen für einen guten Platz und viele Punkte", sagte Button.

Als das Safety Car kam, habe ich das auf der Anzeige gesehen und zog sofort rein.
Jenson Button

Der Brite arbeitete sich vom zehnten Startplatz vor allem aufgrund des richtigen Timings der Boxenstopp an die Spitze. "Meine Jungs haben gute Arbeit erledigt, mich zur richtigen Zeit hereinzuholen", so Button. Beim Zeitpunkt des ersten Stopps musste McLaren aufgrund des Safety Cars improvisieren. "Als das Safety Car kam, habe ich das auf der Anzeige gesehen und zog sofort rein. Das hatten wir über Funk schon vorher so ausgemacht", sagte der Brite, dessen Manöver aus der Onboard-Kamera recht waghalsig ausgesehen hatte.

Improvisierte Strategie ging auf

Teamchef Eric Boullier erklärte die Entscheidung: "Wir konnten mit unserer Strategie ein wenig spielen, deshalb haben wir ihn so früh wie möglich hereingeholt. Es ist am Ende voll aufgegangen." Schon der erste Boxenstopp brachte Button mehrere Plätze. "Beim zweiten konnte ich noch einmal zwei Ränge gewinnen", sagte Button. Bei seinem zweiten Stopp fuhr er sich am Wagenheber auch ein kleines Stück am Ende der Nase ab, was aber keinen Einfluss auf das Verhalten des Autos hatte. "Vielleicht war das sogar eine bessere Kühlung", scherzte Boullier.

Ich hatte gegen Ende noch Spaß daran, Kevin zu jagen.
Jenson Button

Eine späte Attacke auf den auf Rang drei liegenden Kevin Magnussen musste Button abblasen. "Ich hatte gegen Ende noch Spaß daran, Kevin zu jagen, aber da meine Reifen älter waren, hatte ich keine Chance." Am Auto hatte er nur kleine Dinge auszusetzen: "Im Verkehr war die Balance leider nicht so gut, denn ich hatte hinter anderen Autos viel Untersteuern. Generell war hat mein McLaren aber gut funktioniert."

Es gab allerdings einen Umstand, der Button sauer aufstößt: "Aus irgendeinem Grund ist es jetzt aber noch schwieriger zu überholen als letztes Jahr. Das finde ich schade. Aber vielleicht wird das in Malaysia besser, wenn man nicht so viel Sprit sparen muss."


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