Formel 1 - Schumacher-Managerin Kehm: Es kann lange dauern

Hochachtung für die Familie

Sabine Kehm betont, dass sie nicht näher auf die positiven Zeichen, die Michael Schumacher in der Aufwachphase zeigt, eingehen wird.
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Motorsport-Magazin.com - Am vergangenen Mittwoch hatte Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm über "kleine Anzeichen, die uns Mut machen" gesprochen. In einem RTL-Interview wollte sie diese nicht präzisieren. "Hier bitte ich um Verständnis, dass ich natürlich nicht näher darauf eingehen möchte, denn das betrifft schon die absolute Privatsphäre der Familie", betonte sie. "Michael ist nach wie vor in der Aufwachphase, sprich: er ist noch nicht aufgewacht. Wir warten natürlich darauf, aber wir haben gelernt und akzeptieren auch, dass es lange dauern kann. Das ist für uns okay."

Michael ist nach wie vor in der Aufwachphase, sprich: er ist noch nicht aufgewacht.
Sabine Kehm

Für die Familie Schumachers zeigte sie höchsten Respekt. "Sie sind jeden Tag hier. Sie sind tapfer, nehmen das einfach an und versuchen, mit Michael gemeinsam da irgendwie durch zu kommen. Ich muss echt sagen: die Familie geht bravourös damit um. Volle Hochachtung und tiefen Respekt", sagte sie. "Die sind wahnsinnig stark, die lassen sich ihren Mut nicht nehmen." Die Anteilnahme aus aller Welt tue der Familie gut, da sie merken, dass viele Menschen Gutes wünschen und positive Energie senden.

Genesungswünsche gab es am Sonntag von Mercedes - und zwar in besonderer Form. Daimler-Chef Dieter Zetsche widmete Schumacher den Sieg von Nico Rosberg in Australien. "Er ist für immer ein Teil der Mercedes-Familie und unsere Gedanken sind in diesem Moment bei ihm", sagte er. "Wir alle hoffen sehr, dass sich sein Gesundheitszustand schnell verbessert und er bald wieder bei uns und dem Formel-1-Team sein kann."

Fehlinformationen zum Unfallhergang

Die Unfalluntersuchungen sind abgeschlossen, dennoch kursieren unterschiedliche Berichte über den Hergang. Dass Schumacher ein Gebiet mit Felsen durchquerte, um von einer Skipiste zu einer anderen zu gelangen, leugnete Kehm. "Das hat sich irgendwie als Fakt manifestiert bei den Menschen. Nein, er ist überhaupt nicht reingefahren in die Felsen. Er ist die ganze Zeit am Rande der Piste entlang gefahren, manchmal gerade noch drin, manchmal gerade draußen, denn da war der Schnee frisch", erläuterte sie.

"Und dann hat er eben einfach einen Stein oder einen Felsen, den man nicht sehen konnte, getroffen, weil Neuschnee war. Der hat ihn einfach ausgehoben und dann ist er so unglücklich gefallen und hat wahrscheinlich mit genau der Geschwindigkeit, die weder zu schnell noch zu langsam war, diesen anderen Felsen getroffen", schilderte sie weiter. Die französische Staatsanwaltschaft hatte Mitte Februar die Ermittlungen im Fall Schumacher eingestellt, da kein Fremdverschulden festgestellt werden konnte.


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