Formel 1 - Ricciardo: Keine Angst vor Webber-Schicksal

Haben die gleichen Möglichkeiten

Daniel Ricciardo geht zuversichtlich in die erste Saison mit Red Bull. Von möglichen Ungleichbehandlungen, wie sie Mark Webber beklagte, will er nichts wissen.
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Motorsport-Magazin.com - Daniel Ricciardo macht sich keine Sorgen, dass er bei Red Bull in eine schwierige Situation wie sein Vorgänger Mark Webber kommen könnte. Der Australier, der Red Bull zum Ende der Saison Richtung Porsche verließ, fühlte sich oftmals ungerecht behandelt und sah Sebastian Vettel klar im Vorteil. Als ein Grund für diese potenzielle Ungleichbehandlung wird immer wieder angeführt, dass der Deutsche ein deutlich besseres Verhältnis zu Dr. Helmut Marko pflegt, der Vettel praktisch von der Jungend an förderte und begleitete.

Ich kenne Dr. Marko seit langer Zeit und er kennt mich. Ich weiß, dass ich seit dem ersten Tag seine volle Unterstützung hatte.
Daniel Ricciardo

Im Gegensatz zu Webber genießt aber auch Ricciardo diese Unterstützung. Der Australier war ab 2008 im Red-Bull-Junior-Team und wurde von Red Bull in den Juniorkategorien bis hin zur Formel 1 unterstützt. "Das ist definitiv kein Nachteil", gab sich Ricciardo optimistisch bezüglich seiner Rolle im Weltmeisterteam. "Ich kenne Dr. Marko seit langer Zeit und er kennt mich. Ich weiß, dass ich seit dem ersten Tag seine volle Unterstützung hatte, daher stelle ich nichts in Frage."

Auch wenn Webber die Frage nach Gleichberechtigung innerhalb von Red Bull mehrmals stellte, glaubt Ricciardo nicht, dass diese Situation für ihn kommen wird. "Ich gehe es mit einer positiven Haltung an", sagte er Fairfax Media. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass sie mir genauso viele Möglichkeiten geben, wie sie das bei Seb tun."

Druck in Melbourne größer

Nun gilt es für Ricciardo aber zunächst, den Druck vor heimischer Kulisse in Melbourne abzufangen. Nach Webbers Rücktritt ist er der einzige Australier im Feld und muss die Kohlen aus dem Feuer holen. "Ich denke, jeder ist neugierig, wie ich mich schlagen werde", so Ricciardo. Jeder hätte die Dominanz von Vettel in den letzten Jahren gesehen und frage sich nun, ob dieses Kind zu ihm aufschließen könne. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich jetzt schon am Höhepunkt bin und ich habe noch eine Menge zu lernen. Hoffentlich steckt noch einiges an Speed in mir."

Allerdings steht für den Saisonauftakt nicht nur der eigene Speed im Fokus, sondern vielmehr die Leistungsfähigkeit des Red Bull. Nach den schwierigen Wintertests wäre Ricciardo bereits mit ein paar Punkten zufrieden - mit Einschränkungen. "Wenn wir dann aber am Freitag und im Qualifying innerhalb der Top-5 landen, und dann im Rennen Zehnte werden, ist das wahrscheinlich ein bisschen enttäuschend", gab der Australier ehrlich zu.


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