Formel 1 - Technik-Check in Bahrain - Teil 2

Neue Flügel, neuer Sauber

Fast alle Teams brachten Updates mit nach Bahrain. Sauber ein komplettes Aero-Paket. Motorsport-Magazin.com stellt die wichtigsten Neuerungen vor.
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Motorsport-Magazin.com - Waren die ersten Tests in Jerez noch fast ausschließlich Funktionstests, stand in Bahrain bei vielen Teams schon die Performance im Vordergrund. Fast jeder Rennstall brachte schon kleine Updates zum letzten Test vor der Saison, Sauber ein komplett neues Aero-Paket. Motorsport-Magazin.com zeigt die wichtigsten Updates vor der Saison.

Neuer Flügel für Räikkönen - Foto: Sutton

Schon bei der Präsentation des neuen F14 T fiel der Fontflügel ins Auge. Ferrari zeigte hier eine extrem einfache Variante. In der Vorsaison setzte die Scuderia auf eine deutlich komplexere Lösung. Dass der gezeigte Flügel nicht die endgültige Lösung war, ließ sich schon erahnen. In Bahrain montierte Ferrari dann hinter Stellwänden die neue Konstruktion, die sich stark an jener aus dem Vorjahr anlehnt. Vier Hauptblätter, zahlreiche geschwungene Flaps.

Außerdem experimentierte die Mythosmarke wieder mit verschiedenen Endplatten, inzwischen ein beliebtes Spiel bei Ferrari. Während sich die Italiener meist nur auf die Öffnungen in den Endplatten konzentrieren, hat McLaren ein zusätzliches Element an der Außenseite angebracht. Mercedes zeigt ebenfalls ein solches Leitblech, jedoch fällt es deutlich kleiner aus und zeigt nach unten - bei McLaren führt es nach oben.

Neuer Sauber

In Jerez beklagte sich Adrian Sutil noch darüber, dass sein neuer Dienstwagen viel zu wenig Abtrieb hatte. Sauber hatte den C33 geradeso für den ersten Test in Jerez fertiggestellt, lediglich eine ältere Aerodynamik-Version stand zur Verfügung. Der schweizerische Bolide generierte so wenig Abtrieb, dass Sutil die Reifen kaum zum Arbeiten brachte und zweimal abflog. Doch schon für Bahrain versprach der Gräfelfinger Besserung.

Neue Leitbleche am Sauber - Foto: Sutton/Motorsport-Magazin.com

Und zwei Wochen später präsentierte sich der C33 runderneuert - von vorne bis hinten. Der Frontflügel wurde generalsaniert: Neue Endplatten, das Hauptblatt wurde in mehrere Segmente unterteilt, nur die aufgesetzten Flaps blieben beim alten. Unmittelbar dahinter die nächste Neuerung: An der Unterseite des Chassis ist nun ein großes einteiliges Leitblech - auch turning vane genannt - angebracht.

An den Seitenkästen gab es die zu erwartenden Neuerungen: Horizontale und vertikale Seitenkastenflügel. Beide sollen die Luft vor dem Seitenkasten beruhigen, damit die Seitenkästen besser und kontrollierter umströmt werden. Schon in Jerez waren Vorrichtungen für die vertikalen Leitbleche zu erkennen, deshalb kam dieses Update nicht ganz überraschend.

Genug Downforce hat man nie, aber es ist schon deutlich besser.
Adrian Sutil

Auch am Heck haben die Schweizer Hand angelegt. Zwischen den Streben, die nun statt des Beamwings den Heckflügel halten, befindet sich ein sogenannter Monkeyseat. Das ist ein kleiner Zusatzflügel, der die Effizienz des Heckflügels verbessert. Adrian Sutil zeigte sich mit den Änderungen zufrieden. "Genug Downforce hat man nie, aber es ist schon deutlich besser."

Fast alle Teams experimentieren mit Monkey Seats, über den Effekt ist man sich uneinig. Red Bull zeigte unlängst eine Variante, bei der die Auspuffgase den Flügel anströmen. Auch hier wird die Wirkung von vielen in Frage gestellt. Denn Auspuffgase sind längst nicht mehr so schnell, an denm Turbolader wird viel Energie abgegeben.


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