Formel 1 - Verwirrung um Hamiltons Bahrain-Bestzeit

Super, aber nicht superweich

Lewis Hamilton war in Bahrain hauchdünn langsamer als Top-Timer Felipe Massa. Pirelli sorgte kurz danach für Aufregung. Die Rolle rückwärts folgte am Montag.
von

Motorsport-Magazin.com - Sie gingen bei den Testfahrten in Bahrain etwas unter: Rundenzeiten. Normalerweise liefern die Bestzeiten zumindest einen ersten Hinweis auf die Stärke der einzelnen Teams, doch bei den diesjährigen Tests stand die Rundenanzahl klar im Fokus. Zumindest gelang Felipe Massa ein Ausrufezeichen, als der Williams-Pilot am Samstag die absolute Bahrain-Bestzeit in 1:33.258 Minuten aufstellte. Lewis Hamilton scheiterte am Sonntag knapp an dieser Marke, als er in 1:33.278 Minuten gerade einmal zwei Hundertstelsekunden Rückstand auf den Brasilianer hatte.

Trotzdem sorgte der Mercedes-Pilot zumindest kurzzeitig für eine Überraschung. Laut einer Pressemitteilung von Pirelli, die der Reifenlieferant am Sonntagabend verschickte, sei Hamilton während seiner besten Runde auf der weichen Reifenmischung unterwegs gewesen. Massa hatte die Bestzeit allerdings auf superweichen Reifen erzielt. Pirelli beziffert den Zeitenunterschied zwischen beiden Mischungen auf 0,7 Sekunden pro Runde. Das würde bedeuten, dass Hamilton noch einiges schneller gekonnt hätte und sich womöglich die absolute Test-Bestzeit hätte sichern können.

Die superweichen Reifen sind mit rotem Schriftzug gekennzeichnet - Foto: Sutton

Allerdings schlich sich bei Pirelli offenbar ein kleiner Fehler ein. Wie Mercedes am Montagmittag mitteilte, hatte Hamilton bei seiner besten Runde am Sonntag keine weichen, sondern ebenfalls superweiche Reifen aufgezogen. "Nur um es klarzustellen: Es war der superweiche Reifen, den Lewis gestern nutzte, um seine schnellste Zeit zu fahren", schrieb Mercedes auf seiner Twitter-Seite. Das relativiert die Stärke des Mercedes - der ohnehin aktuell als Favorit gilt - zumindest ein wenig.

Allerdings ist davon auszugehen, dass die einzelnen Teams noch nicht vollständig ans Limit gegangen sind. Festzustellen bleibt aber, dass 11 der insgesamt 12 erzielten Bestzeiten an den einzelnen Tagen auf das Konto eines Autos mit Mercedes-Power gehen. Lediglich Kimi Räikkönen widersetzte sich der Mercedes-Dominanz, als er am ersten Tag in Jerez die Bestzeit erzielte. An den acht Testtagen In Bahrain gelang es nur drei Fahrern, die 1:33er-Marke zu knacken. Neben Massa und Hamilton schaffte Nico Rosberg in 1:33.283 Minuten diese Hürde.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x