Formel 1 - Ecclestone-Wunsch: Rückkehr nach Long Beach

Comeback auf dem Stadtkurs?

Vor 30 Jahren gastierte die Formel 1 zuletzt in Long Beach. Bahnt sich nun eine Rückkehr auf den US-Stadtkurs an? Bernie Ecclestone scheint nicht abgeneigt.
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Motorsport-Magazin.com - Während es zum geplanten Grand Prix in New York seit einer gefühlten Ewigkeit nichts Neues zu berichten gibt, tauchte nun eine neue Baustelle in den USA für die Formel 1 auf. Demnach habe Bernie Ecclestone Interesse daran, künftig auf den ikonischen Stadtkurs von Long Beach zurückzukehren. Hier trug die F1 zwischen 1976 und 1983 acht Grands Prix aus, bevor sie von der heutigen IndyCar-Serie abgelöst wurde. Der Vertrag zwischen Long Beach und den IndyCars endet im Jahr 2015 und die Betreiber planen anscheinend eine Neu-Ausschreibung - damit würde sich eine mögliche Lücke für die Formel 1 bieten, nachdem Ecclestone schon Mitte vergangenen Jahres sein Interesse an einem Comeback bekundet hatte.

Laut einem Bericht des Long Beach Telegram habe Ecclestone einen Brief an Bürgermeister Bob Foster geschrieben. "Wir möchten Sie darüber verständigen, dass die Formel 1 daran interessiert ist, in Ihre Stadt zurückzukehren", heißt es in dem Schreiben vom Mai 2013. Zuletzt hatten die Betreiber des Long Beach Circuit mehrfach dementiert, dass die Formel 1 plane, nach Kalifornien zurückzukehren. Doch bei einem Treffen des Stadtrats in dieser Woche soll zumindest diskutiert werden, ob die Formel 1 eine Option für die Zukunft wäre.

Foto: Sutton

Veranstalter Chris Pook, der die Formel 1 schon 1976 nach Long Beach lotste und eng mit Ecclestone zusammenarbeitet, sagte, dass ein Bieterprozess die Tür für die Formel 1 öffnen würde. "Wir wollen einen fairen Ablauf, bei dem qualifizierte Unternehmen mitbieten können", so der US-Amerikaner. Das Beispiel Austin habe gezeigt, dass die Formel 1 in den Vereinigten Staaten an Popularität gewonnen habe. Pook: "Das war sehr erfolgreich und hatte große ökonomische Einnahmen für Texas und Austin zur Folge. Für Südkalifornien wäre dies ebenfalls eine riesige ökonomische Maschine und die Region würde davon profitieren."

Ein Problem könnte allerdings die Finanzierung sein, schließlich ist die Formel 1 alles andere als billig. Doch Pook zeigte sich zuversichtlich. "Im Vergleich zu den IndyCars ist es nicht so viel teurer", meinte er. "Aber die Erträge wären völlig anders. Seit die Formel 1 vor 30 Jahren in Long Beach war, hat sich das Bild dramatisch verändert. Die F1 ist zu einer riesengroßen Sportart geworden." Die IndyCars gastieren in diesem Jahr vom 11. bis 13. April in Long Beach und die Verantwortlichen der US-Rennserie betonten bereits, dass sie die Verträge gern verlängern würden.


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