Formel 1 - Felipe Nasr im Portrait

Brasiliens nächster Superstar?

Nach zwei Saisons in der GP2 erhält Felipe Nasr als Testfahrer in der Formel 1 die Chance, sich zu beweisen. Motorsport-Magazin.com stellt den Brasilianer vor.
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Motorsport-Magazin.com - Luiz Felipe de Oliveira Nasr stammt aus einer Motorsport-begeisterten Familie. Sein Vater und sein Onkel betreiben seit Jahrzehnten ein Rennteam, das in der südamerikanischen Formel 3 mehrere Titel einfuhr. Aktuell ist das Team in der Stock Car Brasil vertreten.

Nasr wird in der Formel BMW überlegen Meister. - Foto: Kalisz/Sutton

Felipe verschlug es nach acht Jahren im Kartsport zunächst in die amerikanische Formel BMW, wo er für das Team seines Vaters und seines Onkels startete. 2009 krönte er sich mit mehr als 100 Punkten Vorsprung in der europäischen Formel BMW zum Meister. Er wurde in 14 von 16 Rennen mindestens Zweiter. 2010 ging Nasr für Räikkönen Robertson Racing in der britischen Formel 3 an den Start, die er mit einem Sieg und drei weiteren Podestplätzen als Fünfter abschloss.

Im Jahr darauf wurde der Brasilianer mit Carlin britischer Formel-3-Meister - 81 Punkte vor dem heutigen McLaren-Piloten Kevin Magnussen. Beim traditionellen Formel-3-Rennen in Macau musste sich Nasr nur Daniel Juncadella geschlagen geben.

In seinem zweiten GP2-Rennen klettert Nasr aufs Podium. - Foto: Sutton

2012 stieg Nasr in die GP2 auf und kletterte bereits in seinem zweiten Rennen auf das Podest. Mit insgesamt vier Podestplätzen schloss er die Saison als Zehnter ab. Zudem ging Nasr bei den 24 Stunden von Daytona an den Start, wo er gemeinsam mit Jorge Goncalvez, Michael McDowell und Gustavo Yacaman den dritten Platz einfuhr. 2013 erreichte er mit Christian Fittipaldi, Nelson Piquet Jr, Joao Barbosa und Brian Frisselle Rang acht.

Seine zweite Saison in der GP2 schloss Nasr mit sechs Podestplätzen als Vierter ab. Auf einen Sieg wartet der 21-Jährige noch. 2014 wird er wohl einen weiteren Anlauf starten, nachdem er als Test- und Ersatzfahrer von Williams ohnehin an der Strecke ist.

Als seinen Lieblingskurs gibt Nasr die Ardennen-Achterbahn Spa-Francorchamps an. Sein Vorbild ist - wie könnte es anders sein - Landsmann Ayrton Senna. In seiner Freizeit spielt Nasr Fußball und Tennis, fährt mit ferngesteuerten Modellautos oder sucht Entspannung beim Fischen. Auf den Tisch kommen bei ihm am liebsten Gerichte aus Italien und dem Libanon.


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