Formel 1 - Ecclestone: Verständnis für Putins Politik

Pro Anti-Homosexuellen-Politk

Bernie Ecclestone bewundert Wladimir Putin für seinen Mut, Dinge offen anzusprechen. Das gilt auch für die Anti-Homosexuellen-Politik des Staatschefs.
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Motorsport-Magazin.com - Bernie Ecclestone jagt derzeit vom Gerichtstermin zum nächsten, findet zwischendurch aber noch Zeit, Verständnis für Wladimir Putins diskutable Politik bezüglich Homosexueller zu finden. Der mächtige Kremlchef steht wegen seiner Anti-Homosexuellen-Politik seit Monaten in der Kritik, auch am Rande der Olympischen Spiele in Sotchi gibt es immer wieder Proteste. Dieses Jahr gastiert die Formel 1 erstmals in Russland und Ecclestone war offenbar bemüht, einen guten Kontakt zum Staatschef aufzubauen. Er sei mit Putin genau einer Meinung, sagte der 83-Jährige gegenüber CNN. Putin hätte schließlich nicht gesagt, dass er etwas gegen Homosexuelle habe. "Er will diese Dinge eben nur nicht vor einem Publikum unter 18 Jahren veröffentlicht haben", so Ecclestone.

Laut dem F1-Boss werde Putin trotz des russischen Gesetztes, das positive Äußerungen über gleichgeschlechtliches Zusammenleben in Gegenwart von Minderjährigen unter Strafe stellt, von der Allgemeinheit falsch verstanden. "Ich teile diese Ansichten völlig, und wenn man sich in der gesamten Welt umschaut, sind 90 Prozent auch dieser Meinung", war Ecclestone überzeugt. "Auch wenn es ein paar Leute verärgert, sieht er die Welt eben so und ich denke, er hat völlig Recht." Ecclestone bewunderte Putin zudem für seinen Mut, gewisse Dinge offen anzusprechen.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Ach, Bernie... Wieder so eine Aussage, die du dir hättest sparen können. Wir erinnern uns an die unschöne Verbal-Entgleisung über Adolf Hitler vor einigen Jahren. Jeder Mensch darf denken und sagen was er will - das ist auch gut so. Aber der eine oder andere ist sich seiner Funktion - auch als Vorbild - nicht immer bewusst. Dass sich Ecclestone überhaupt nicht darum schert, dürfte kein Geheimnis sein. Leider vermitteln solche Aussagen nicht immer den Eindruck, dass der 83-Jährige noch so ganz auf der Höhe des Geschehens ist - meine Meinung. (Robert Seiwert)


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