Formel 1 - Villeneuve über Schumi: Wir leben alle am Limit

Schreckliche Lage für die Familie

Jacques Villeneuve fühlt mit Michael Schumachers Familie - die Ungewissheit sei hart. Außerdem spricht der frühere Weltmeister über das Leben am Limit.
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Motorsport-Magazin.com - Seit Ende Januar befindet sich Michael Schumacher in der Aufwachphase. Seit dem schweren Ski-Unfall des Rekordweltmeisters in den französischen Alpen haben sich zahlreiche Wegbegleiter zu Schumacher geäußert und ihm alles Gute gewünscht. Nun reihte sich sein alter Titelrivale Jacques Villeneuve ein und dachte vor allem an Schumachers Familie.

Ehefrau Corinna wacht täglich am Krankenbett im Uni-Klinikum von Grenoble, wo Schumacher seit dem 29. Dezember vergangenen Jahres untergebracht ist. "Ich war geschockt", sagte der frühere Formel-1-Weltmeister Villeneuve gegenüber Sky Sports. "Das hat große Auswirkungen auf seine Familie. Das ist wirklich hart, weil sie abwarten müssen und keine Ahnung haben, wie es weitergeht. Das ist eine schreckliche Lage."

Wir leben alle am Limit und das galt sicherlich auch für Michael.
Jacques Villeneuve

Am vergangenen Donnerstag hatte Schumachers Managerin Sabine Kehm sich mit einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt und betont, dass die Aufwachphase sehr lange dauern könne. "Entscheidend ist nicht die Geschwindigkeit, in welche die Genesung voranschreitet, sondern dass Michaels Genesungsprozess kontinuierlich und kontrolliert verläuft", hieß es in der Pressemitteilung.

Nach den Untersuchungen der Staatsanwaltschaft ist inzwischen klar, dass Schumacher kurz vor seinem Sturz nicht mit überhöhtem Tempo unterwegs war, als er mit dem Kopf auf einen Stein aufschlug und sich in der Folge ein Schädelhirn-Trauma zuzog. "Das kann uns allen passieren, in jeder Situation", so Villeneuve, der jüngst sein Comeback im Motorsport bekanntgab und ins Rallyecross einsteigt. "Wir leben alle am Limit und das galt sicherlich auch für Michael. Auf diesem Wege hat er seine Weltmeisterschaften gewonnen. Er fuhr auch Motorrad-Rennen. Er brauchte immer diesen Adrenalinkick und musste sich praktisch selbst übertreffen."


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