Formel 1 - Red Bull: Kleines Problem - großer Ärger

Bloß kein Test mehr wie in Jerez

Kommende Woche steigen die nächsten Testfahrten in Bahrain. Christian Horner behält die Ruhe nach dem Debakel von Jerez, wünscht sich aber keine Wiederholung.
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Motorsport-Magazin.com - Wenn man einen Verlierer der Testfahrten in Jerez suchen wollte, würde man bei Red Bull fündig werden. Das Weltmeister-Team verbrachte den Großteil der viertätigen Tests in Spanien in der Boxengasse - am Ende standen für Sebastian Vettel und Teamkollege Daniel Ricciardo lediglich 21 Runden auf dem Circuito de Jerez zu Buche. Schnell waren die einen oder anderen dabei, Red Bull eine Krise anzudichten und die Truppe vorzeitig abzuschreiben. Christian Horner behielt angesichts der Probleme, die auch durch Motorenhersteller Renault verursacht worden waren, allerdings die Ruhe. "Es gibt noch eine Menge zu tun, aber bis zum ersten Rennen ist ja noch etwas Zeit", so Red Bulls Teamchef.

Bis in Melbourne der Startschuss für die neue Saison fällt, stehen noch zwei weitere Tests an. Weiter geht es für den Formel-1-Tross am 19. Februar in Bahrain, die abschließenden Testfahrten steigen ebenfalls im Wüstenstaat, eine Woche später. Horner war sich der Wichtigkeit dieser beiden Möglichkeiten, das neue Auto zu verstehen, bewusst. "Der Bahrain-Test kommende Woche ist wichtig und natürlich arbeitet jeder bei Renault und in Milton Keynes hart", so Horner. In Jerez sorgte ein Energiespeicher in Renaults neuer Power Unit für arge Schwierigkeiten. Das Problem war zu eklatant, um noch an der Strecke gelöst zu werden.

So eine Woche wie in Jerez wollen wir nicht noch einmal.
Christian Horner

Am vergangenen Wochenende spulte Lotus, ebenfalls Renault-Kunde, zwei Promo-Tage in Jerez ab. Laut Medienberichten habe es keinen Ärger mit dem Antriebsaggregat aus dem französischen Viry-Chatillon gegeben. Red Bull muss nun hoffen, dass Renault seine Schwierigkeiten ausgeräumt hat und regulärer Fahrbetrieb in Bahrain möglich ist. "So eine Woche wie in Jerez wollen wir nicht noch einmal", betonte Horner, fügte aber hinzu: "Aber dafür sind Tests eben gemacht - dort räumst du deine Probleme aus, damit sie nicht in den Rennen vorkommen."

Gleichzeitig räumte der Teamchef ein, dass nicht nur Renault Schuld am Test-Debakel trug, auch bei Red Bull selbst und dem neuen RB10-Boliden sei noch nicht alles im Reinen. "Es gibt ein paar Dinge, die wir in Ordnung bringen müssen. Es ist aber nichts Großes", sagte Horner gegenüber Sky. "Renault hat ebenfalls Dinge, die sie bereinigen müssen. Diese Autos sind so kompliziert, dass schon keine Schwierigkeiten für große Probleme sorgen können."


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