Formel 1 - Todt zu Schumacher: Für Michael tue ich alles

Ein wichtiger Teil meines Lebens

Jean Todt steht Michael Schumacher und seiner Familie nach dessen schwerem Ski-Unfall bei. Der FIA-Präsident spricht über sein Verhältnis zum Rekord-Champion.
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Motorsport-Magazin.com - Seit dem 29. Dezember liegt Michael Schumacher nach seinem schweren Ski-Unfall im Uni-Klinikum von Grenoble. Die letzten offiziellen Neuigkeiten vom 30. Januar klangen hoffnungsvoll: Die Narkosemittel des 45-Jährigen werden nach und nach reduziert, um die Aufwachphase einleiten zu können. Dieser Prozess könne laut Managerin Sabine Kehm sehr lange andauern. Die Einleitung der entsprechenden Maßnahmen hat bereits begonnen. Die Welt bangt weiter um Schumacher, täglich gehen neue Genesungswünsche für den Rekord-Weltmeister ein. Die zuletzt positiven Nachrichten erfreuen auch Jean Todt, Schumachers langjährigen Wegbegleiter in der Formel 1.

Der FIA-Präsident gehörte zu den ersten Personen, die am Tag des Unglücks im Skigebiet von Meribel nach Grenoble gereist waren, um Schumacher und seiner Familie in dieser schweren Zeit beizustehen. Schumacher und Todt - eine der wenigen Freundschaften, die sich in der rauen Welt der Formel 1 gebildet hat. Der Franzose und frühere Teamchef von Ferrari war mehrmals von Paris nach Grenoble gereist, um Schumacher zu besuchen. "Ich denke, er würde das auch für mich machen, wenn ich einen solchen Unfall hätte", war Todt im Gespräch mit der Welt überzeugt. "Ich bin sicher: Michael wäre hier."

Ich denke, er würde das auch für mich machen, wenn ich einen solchen Unfall hätte.
Jean Todt

Nur wenige Menschen haben Zutritt zu Schumachers Krankenzimmer, Ehefrau Corinna ist sehr bemüht, ihrem Mann alle nötige Ruhe zu verschaffen. Für Todt gilt kein Besuchsverbot, gehört er doch zu den engsten Freunden der Familie Schumacher. "Michael und seine Familie sind sehr enge Freunde von mir", bestätigte Todt. "Er ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Und jetzt ist er ernsthaft verletzt." Todt wolle Schumachers Familie jede erdenkliche Unterstützung zukommen lassen, versicherte der 67-Jährige. Todt: "Oft heißt das einfach nur, für sie da zu sein."

Der damalige Ferrari-Renndirektor Todt hatte Schumacher im Jahr 1996 von Benetton nach Maranello gelotst und gemeinsam leitete das Duo die goldene Ferrari-Ära ein. Zwischen 2000 und 2004 gewann Schumacher fünf Weltmeisterschaften in Folge, Ferrari holte zwischen 1999 und 2004 sechsmal die Konstrukteurs-Meisterschaft. Auch nach Schumachers zwischenzeitlichem Karriereende blieben er und Todt gute Freunde und standen weiter in engem Kontakt.


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