Formel 1 - Magnussen möchte das Vertrauen zurückzahlen

Kein Grund zur Panik

Kevin Magnussen arbeitet mit Hochdruck auf sein Renndebüt in Melbourne hin. Nervosität verspürt der Rookie aber nicht.
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Motorsport-Magazin.com - In weniger als sechs Wochen beginnt die neue Formel-1-Saison und McLaren-Pilot Kevin Magnussen wird den ersten Grand Prix seiner Karriere bestreiten. Nervosität hat sich beim jungen Dänen aber noch nicht eingestellt. "Es gibt keinen Grund für Panik, ich muss einfach nur mit dem Team und dem Auto Fortschritte machen und meine Zeit produktiv verwenden, damit ich so gut vorbereitet wie möglich in Melbourne ankomme", sagte Magnussen gegenüber formula1.com. "Natürlich kann man nie zu gut vorbereitet sein - man kann immer mehr tun -, aber an einem gewissen Punkt muss man mit dem Training aufhören und mit dem Racing beginnen."

Ich bin für diese Möglichkeit wahnsinnig dankbar und habe es auf eine gewisse Art noch immer nicht ganz realisiert
Kevin Magnussen

Magnussen ist sich vollauf bewusst, dass er nun den Traum tausender Rennfahrer leben darf. "Ich bin für diese Möglichkeit wahnsinnig dankbar und habe es auf eine gewisse Art noch immer nicht ganz realisiert", verriet er, denn als er in Jerez zum ersten Mal im Cockpit des MP4-29 Platz nahm, habe es sich etwas komisch angefühlt. "Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es keine Garantien auf dieser Welt gibt, daher konzentriere ich mich auf die Arbeit, um das Privileg, ein Formel-1-Fahrer zu sein, zu rechtfertigen."

Der Däne gewann in der Vorsaison die Formel Renault 3.5, allerdings ist ihm klar, dass dieser Erfolg lediglich der Beginn seiner Laufbahn war. "Jetzt muss ich beweisen, dass ich die Chance verdiene, hier zu bleiben", betonte Magnussen. "In den nächsten Wochen werde ich eng mit den McLaren-Jungs zusammenarbeiten, die mir diese Möglichkeit geboten haben - ich bin entschlossen, den in mich gesetzten Glauben zu rechtfertigen."

Magnussen fuhr in Jerez die schnellste Zeit - Foto: Sutton

Da Magnussen in Woking lebt, verbringt er nahezu jeden Tag im McLaren Technical Centre, wo er mit Trainer Antti Vierula an seiner Fitness arbeitet und zudem im Simulator übt. "Der beste Weg, rennfit zu werden, ist, so viel Zeit wie möglich im Cockpit zu verbringen", weiß der 21-Jährige. Allerdings dürfe man es auch nicht übertreiben und zu viel trainieren. "Man braucht Zeit, um seinen Körper und seinen Geist auszuruhen, ansonsten kann man sich ein bisschen überarbeiten", so Magnussen. "Fitness ist entscheidend und ich würde sagen, ich bin ziemlich fit, aber der Kopf ist genauso wichtig."

Ich bin ein Rookie, aber ich mache mir nicht zu viele Sorgen über Sachen, die ich nicht kontrollieren kann
Kevin Magnussen

Nach McLarens letzter Horrorsaison, in der das Team den Sprung auf das Podium versäumte, ruhen nun viele Hoffnungen auf dem Neuzugang. "Mein Ziel ist, hart zu arbeiten, mich im Auto wohl zu fühlen - wohl genug, damit ich richtig pushen kann - und es dann anzugehen", gab Magnussen selbstbewusst zu Protokoll. "Ich bin ein Rookie, aber ich mache mir nicht zu viele Sorgen über Sachen, die ich nicht kontrollieren kann. Selbst die erfahrensten Piloten könnten immer noch eine Runde mehr drehen, um besser vorbereitet zu sein."

Noch verbrachte der Jungspund nicht allzu viel Zeit mit seinem neuen Teamkollegen Jenson Button, doch das soll sich schon bald ändern und er hofft, von dem routinierten Briten einiges lernen zu können. "Jensons Feedback ist immer sehr beeindruckend und reichhaltig - es war toll, mit ihm an einem Tisch zu sitzen, als er den Ingenieuren genaue Informationen gab", blickte Magnussen auf die Testfahrten in Jerez zurück, die er als Schnellster beendete. "Jenson ist ein fantastischer Kerl, ein großartiger Fahrer und ein wirklicher Botschafter für McLaren und die Formel 1."

Ein richtiges Vorbild hat Magnussen zwar nicht, doch es bereitet ihm stets eine besondere Freude, die in Woking ausgestellten Weltmeisterboliden vergangener Jahre zu betrachten. "McLaren war immer mein Traumteam, schon als kleines Kind", erklärte er mit strahlenden Augen. "Ein Teil von McLaren zu sein, ist eine Inspiration für sich selbst, und ich habe das noch immer nicht ganz verinnerlicht."

Lehrer und Schüler - Foto: Sutton

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