Formel 1 - Medienmogul greift nach der Formel 1

Gegen hohe Sportrechtekosten

Der amerikanische Medienmogul John Malone soll laut einem Zeitungsbericht Interesse haben, einen Anteil der Formula One Group zu kaufen.
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Motorsport-Magazin.com - Der amerikanische Medienmogul John Malone soll laut einem Bericht der New York Post Interesse haben, jenen Anteil von 49 Prozent an der Formula One Group zu kaufen, der momentan in Besitz von CVC Capitals ist. Die Formula One Group, die für die Werbung und kommerzielle Verwertung der Formel 1 verantwortlich zeichnet, wird auf einen Wert zwischen sieben und acht Milliarden Dollar geschätzt. Erst kürzlich trat Bernie Ecclestone von seiner Position als Direktor von CVC zurück, weil das Landgericht München die Anklage gegen den 83-Jährigen rund um den Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB zugelassen hat.

Malone gilt als scharfer Kritiker der horrenden Kosten für Sportrechte und arbeitet nun offenbar daran, mittels seiner Unternehmen Liberty Media Company, Liberty Global sowie Discovery Communications einen Anteil an der Königsklasse zu erwerben und damit selbst in den Rechtehandel einzusteigen. "Wir haben außer Kontrolle geratene Sportrechte, außer Kontrolle geratene Sportlergehälter und vor allem hohe Steuern auf Haushalte, die nicht viel Interesse an Sport haben", sagte Malone 2012. Sowohl die Kabelbetreiber als auch ihre Kunden würden ausgepresst, so der 72-Jährige.

Sollte der Coup gelingen, würde Malone sein Engagement im Sportbereich noch einmal erheblich ausbauen. Liberty Media gehört bereits das Baselball-Team Atlanta Braves und im Januar erwarb Discovery 51 Prozent des TV-Senders Eurosport. "Die Formel 1 könnte genutzt werden, um Eurosport anzutreiben", wird eine namentlich nicht genannte Person aus Malones Geschäftsumfeld zitiert.


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