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Formel 1 - Interview - Robin Frijns: Früher war alles besser

Der Unterschied zwischen grau und grün

Caterham-Testfahrer Robin Frijns schilderte Motorsport-Magazin.com seine Eindrücke von der neuen Formel 1 und gab einen Einblick in die Farbenlehre.
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Motorsport-Magazin.com - Was sind deine ersten Eindrücke von der neuen Formel 1?
Robin Frijns: Ich bin nur zehn Runden gefahren - zehn Installationsrudnen. Daher kann ich nicht viel sagen. Wir hatten viele Elektronikprobleme und sind mit dem neuen Auto noch nicht zufrieden. Zehn Runden sind recht wenig. Wir müssen in bei nächsten Test in Bahrain sehen, ob das Auto dort in Ordnung ist. Kamui [Kobayashi] hat heute den letzten Testtag bestritten und das Auto sieht besser aus, obwohl es jetzt noch nicht bereit für einen richtigen Run war. Aber wir haben anständig Kilometer gesammelt, um das Auto besser zu verstehen. Es ist ein Formel-1-Auto und ein Formel-1-Auto ist eben ein Formel-1-Auto.

Robin Frijns Lieblingsauto - Foto: BMW

Gefällt dir die neue Formel 1 in Sachen Sound und Technik?
Robin Frijns: Nicht wirklich. Als ich noch klein war, gab es noch die V12- und die V10-Motoren und die Autos sahen wirklich schön aus - besonders mein Lieblingsauto, der BMW von 2008. Mit dem weiß-blau und den kleinen Flügeldetails, die ich liebte. Es war ein sehr scharfer Sound und hohen Drehzahlen. Jetzt ist der Sound leiser und die Drehzahlen geringer. Das ist nicht, was wir gewohnt sind.

Du bist nur zehn Runden gefahren, aber kannst du dennoch etwas zum Zusammenspiel zwischen dem Hören des Motors und dem Fühlen des deutlich höheren Drehmoments sagen?
Robin Frijns: Es ist schwer zu sagen, denn jedes Mal, wenn ich auf Power ging, hatten wir eine Menge Software-Schwierigkeiten. Das Auto war nicht konstant und hüpfte. Wenn man mich auf der Strecke sah, sah man immer eine Menge Hüpfen aus den Kurven heraus. Daher kann ich nicht wirklich sagen, ob es beim Herausbeschleunigen aus den Kurven normal war oder das ich hätte sagen können, wie schnell ich bin. Ich habe das bisher noch nicht gemacht.

Hast du bereits mit anderen Fahrern gesprochen, wie sie darüber denken?
Robin Frijns: Bisher nicht. Aber heute fuhr mein guter Freund [Daniel] Junacdella. Er leistet wir immer gute Arbeit und ich werde ihn später mal fragen.

Mit welchen Erwartungen gehst du in den Bahrain-Test. Wirst du fahren?
Robin Frijns: Ich bin auf jeden Fall da, aber ob ich fahren werde, weiß ich noch nicht.

Wie sehen die nächsten Schritte bei Caterham aus?
Robin Frijns: Wir arbeiten als Team, denn Formel 1 ist ein Teamsport. Wir alle versuchen, die Probleme am Auto so schnell wie möglich zu lösen. Wer immer auch im Auto sitzt, versucht die Probleme in den Griff zu bekommen. Mein Plan ist, dem Team so viel wie möglich zu helfen, aber es ist erst mein vierter Tag hier und ich lerne jeden Tag.

Caterham glaubt an mich und sieht mein Talent. Sie haben großes Vertrauen in mich und deshalb fühle ich mich hier mehr involviert als im letzten Jahr.
Robin Frijns

Wo siehst du die Unterschiede zwischen Caterham und Sauber?
Robin Frijns: Der Sauber ist grau und der Caterham grün [lacht]. Man kann die beiden Teams nicht wirklich vergleichen. Caterham glaubt an mich und sieht mein Talent. Sie haben großes Vertrauen in mich und deshalb fühle ich mich hier mehr involviert als im letzten Jahr. Ich will damit aber nicht sagen, dass es mit Sauber nicht gut war oder wir keinen Spaß hatten, aber hier bin ich mehr im Team involviert.

Wie gefällt dir das neue Design des Caterham?
Robin Frijns: Sagen wir es mal so: Wenn ich das Auto mit meinem eigenen Geld kaufen müsste, würde ich es nicht tun [lacht]. Einige Leute nennen es Pinocchio, ich habe aber noch keinen Spitznamen.


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