Formel 1 - Horner nüchtern: 10 statt 12 Testtage

Sitzen alle im gleichen Boot

Christian Horner glaubt nicht, dass die Probleme Red Bull zurückwerfen werden. Sebastian Vettel konnte in Jerez insgesamt nur elf Runden fahren.
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Motorsport-Magazin.com - So hatte man sich bei Weltmeisterteam Red Bull den Auftakt in die neue Saison wohl kaum vorgestellt. Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch plagten den RB10 heftige technische Probleme, sodass Sebastian Vettel an beiden Testtagen zusammen auf gerade einmal elf Runden kam. Red Bull hatte wie Toro Rosso und Caterham, die weiteren in Jerez vertretenen Renault-Teams, mit dem neuen Turbomotor seine liebe Not. "Angesichts solch immenser Regeländerungen ist es normal, dass man mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hat", machte Vettel nach seinem vorzeitigen Feierabend gute Miene zum bösen Spiel.

Es macht nicht viel Unterschied, ob man zwölf oder 60 Runden fährt
Christian Horner

Red-Bull-Teamchef Christian Horner nahm die Schwierigkeiten nüchtern. "Das bedeutet, dass wir zehn statt zwölf Tage haben. Das ist die mathematische Situation", erklärte der Brite. "Und wenn ich mir ansehe, wie viele Runden die anderen an diesen beiden Tagen gefahren sind, würde ich sagen, dass wir alle im ziemlich gleichen Boot sitzen, denn es macht nicht viel Unterschied, ob man zwölf oder 60 Runden fährt. Dieser kleine Unterschied macht aus einer Mücke keinen Elefanten."

Vettel fuhr am Mittwoch nur acht Runden - Foto: Sutton

Der Test in Jerez habe stets das den Zweck gehabt, etwaige Probleme mit den Motoren auszusortieren, hielt Horner fest. "Unsere Erwartungen an diesen Test sind reine Systemchecks - die wirklichen Testfahrten werden in Bahrain stattfinden", unterstrich er. Obwohl Vettel nur wenige Kilometer zurücklegen konnte, kommt es bei Red Bull zu keiner Programmänderung und an den nächsten beiden Tagen wird Daniel Ricciardo im RB10 Platz nehmen. Auch eine Verlängerung der Testfahrten bis Samstag sei seitens der Teams momentan kein Thema, betonte Horner.

Insgesamt ist der Teamchef mit den Vorbereitungen auf die neue Saison aber zufrieden. "Es war ein geschäftiger Winter. Wir haben in der kürzest möglichen Zeit das komplizierteste Auto in der Geschichte der Formel 1 gebaut" verdeutlichte er die Herausforderungen des neuen Reglements. "Es gibt beim RB10 40 Prozent mehr Zeichnungen als beim RB9, das ganze Team hat also einen unglaublichen Job gemacht. Ich ziehe vor jedem den Hut."


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