Formel 1 - Rosberg kommt aus dem Schwärmen nicht heraus

Jede Runde entscheidend

Nico Rosberg ist ein Fan der neuen Technologien und kam am zweiten Testtag aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.
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Motorsport-Magazin.com - Während die Renault befeuerten Teams am Mittwoch mit Problemen zu kämpfen hatten, spulte Nico Rosberg 97 Runden ab und war damit der fleißigste Pilot des Tages. Insgesamt kamen die Mercedes befeuerten Teams in den ersten beiden Testtagen auf insgesamt 212 Runden, was Rosberg aber nicht überbewerten will. "Es ist sicherlich noch zu früh, um sagen zu können, dass Mercedes über den Winter den besten Job gemacht hat. Dass wir heute so viele Runden gefahren sind, ist aber durchaus positiv und auch wichtig", betonte der Deutsche.

Unglaubliche Teamleistung

Dabei sah es am Morgen noch nicht so gut aus. Der Start in den Testtag verschob sich, weil das Team nach dem Frontflügelschaden vom Vortag noch auf die Ankunft neuer Teile für den F1 W05 wartete. Die Crew musste eine Nachtschicht einlegen, um den Boliden wieder einsatzfähig zu bekommen. "Das Team musste die Teile nach England hochfliegen. Es wurde die ganze Nacht daran gearbeitet und heute Früh um 5 Uhr kamen die Teile hier an der Strecke wieder an und wurden auf das Auto gepackt. Das war eine unglaubliche Teamleistung", lobte Rosberg seine Mannschaft. Aufgrund der zahlreichen Änderungen sei jede Runde entscheidend - nicht nur, um Fehler zu beseitigen, sondern auch um sich mit den Neuerungen anzufreunden.

"Ich habe ein komplett neues Lenkrad und einen Bildschirm im Cockpit, der einem Smartphone gleicht", verriet Rosberg. Im Auto sei der Unterschied nicht allzu groß. "Ich spüre, dass das Auto langsamer ist und weniger Grip hat. Der Motor macht ein anderes Geräusch und wir fahren jetzt mit höheren Gängen. Das Auto ist insgesamt schwerer und verfügt über weniger Abtrieb", fasste der Mercedes-Pilot zusammen. Für den größten Wow-Effekt sorgte bisher ERS (Energy Recovery System) mittels dessen bis zu 120 kW - also mehr als 160 PS - mobilisiert werden können.

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht
Nico Rosberg

"Das ist so ein riesen Sprung auf der Geraden. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, aber das ist auch kein Wunder, denn ERS macht 15 bis 20 Prozent der Gesamtleistung aus", schwärmte Rosberg. Der Deutsche gilt als Fan der neuen Technologie. "Es ist einfach zeitgemäß, Sprit zu sparen und die Umwelt zu schonen. Generell finde ich die neuen Sachen einfach klasse. Ich mag es mich in solche Technikgeschichten zu stürzen - das finde ich total interessant. Zudem stellen diese für uns alle eine Chance dar", meinte der Deutsche.

Nico Rosberg im Interview: (2:00 Min.)

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