Formel 1 - Ausbrechendes Heck - Bottas gefällts

Mehr Power, mehr Spaß

Valtteri Bottas zog ein gemischtes Fazit nach dem ersten Testtag in Jerez. Wenig gefahren, aber immerhin die ersten Unterschiede zum Vorjahr erkannt.
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Motorsport-Magazin.com - Für Valtteri Bottas begann der erste Testtag in Jerez deutlich verspätet und endete mit mageren sieben Runden. Dennoch erzielte der Williams-Pilot mit 1:30.820 Minuten die drittschnellste Zeit des Tages. "Früh am Morgen erkannten wir ein Problem am Motor, weshalb Mercedes einen Sensor wechseln musste", schilderte Bottas die Gründe für seinen verspäteten Dienstbeginn.

Früh am Morgen erkannten wir ein Problem am Motor, weshalb Mercedes einen Sensor wechseln musste.
Valtteri Bottas

Ungeachtet der Probleme war Bottas froh - im Gegensatz zu manch anderem Piloten - überhaupt einige Runden absolviert zu haben, obwohl sein Williams leichte Rauchzeichen abgab. "Der Rauch war nichts Besonderes. Das waren die ersten Runden des Autos, da ist ein bisschen Rauch normal - nichts gefährliches", beruhigte der Finne aber sofort.

Nach Rauch ohne Feuer wurden Bottas aber schnell die Unterschiede zu 2013 deutlich. "Das Drehmoment ist sehr unterschiedlich zum letzten Jahr. Es ist sofort da, wenn man aufs Gas geht", schilderte der Finne. Grundsätzlich fühle sich das Auto anders an und es würde einige Zeit brauchen, um sich in Sachen Setup und auch Fahrgefühl richtig anzupassen. "Am Kurvenausgang haben wir jetzt mehr Power, was die Reifen schneller durchdrehen und das Heck leichter ausbrechen lässt. Ich mag das sehr gerne - das Fahren wird diese Saison sehr viel Spaß machen."

Das Fahren wird diese Saison sehr viel Spaß machen.
Valtteri Bottas

Neben dem Drehmoment hat sich auch der Sound der neuen Boliden mit V6-Turbo verändert. Auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com erklärte Bottas die Unterschiede aus seiner Sicht. "Der Sound ist tiefer geworden und du kannst es nicht mehr so gut hören. Wir haben noch etwas Arbeit zu erledigen, um nicht das Schalten zu verpassen", verriet Bottas. Das sei aber reine Gewöhnung, ähnlich wie der hinzugekommene achte Gang. "Er gibt dir die Chance, die Balance des Autos in einigen Kurven mehr zu beeinflussen, aber es macht die Sache nicht schwieriger."

Am Mittwoch wird Bottas erneut den Williams pilotieren, bevor er auf seinen neuen Teamkollegen Felipe Massa übergibt. Wie viel er sich vom erfahrenen Brasilianer abschauen kann, will der Finne jetzt noch nicht beurteilen. "Wenn er im Auto sitzt, werde ich schauen und zuhören. Wenn ich etwas aufnehmen kann, werde ich das auf jeden Fall tun."


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