Formel 1 - Gutierrez fühlt sich an die GP3 erinnert

Viel zu lernen

Esteban Gutierrez zieht nach sieben Runden am ersten Testtag ein positives Fazit. An die neue Technik muss sich der Sauber-Pilot aber erst gewöhnen.
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Motorsport-Magazin.com - Esteban Gutierrez konnte am ersten Testtag der neuen Saison nicht zuletzt wegen eines Softwareproblems zwar nur sieben Runden drehen, war darüber aber keineswegs enttäuscht. "Wir konnten nicht mehr erwarten. Unter diesen Umständen kann es manchmal vorkommen, dass man gar keine Runde fährt", spielte der Sauber-Pilot auf das neue Reglement an. "Die Mechaniker haben vermutlich in der letzten Woche nicht viel geschlafen und haben Tag und Nacht gearbeitet, damit wir diese paar Runden fahren konnten."

Die Sache, die wir daran nicht mögen, ist, dass wir es nicht gewöhnt sind
Esteban Gutierrez

Gewöhnen muss sich der Mexikaner noch an den Turbomotor, der im C33 steckt. "Die Sache, die wir daran nicht mögen, ist, dass wir es nicht gewöhnt sind", erklärte Gutierrez mit einem Lächeln auf den Lippen. "Der Motor hat ein hohes Drehmoment und wenig Drehzahl - das hat großen Einfluss auf den Fahrstil. Es ist eine interessante Sache, aber nichts Negatives."

Ein wenig fühlt sich der Mexikaner momentan in seine Zeit in der GP3 zurückversetzt. "Natürlich in einem anderen Maßstab, weil man viel mehr Power hat und es gibt auch das ERS, aber das Konzept erinnert ein bisschen an die GP3", räumte er ein. Aber, da ist sich Gutierrez sicher, mit der Zeit werden alle mit der neuen Technik warm werden. "Zunächst glaubt man, etwas ist mit dem Wagen nicht in Ordnung, aber während der Saison wird sich dieses Gefühl normalisieren."

Überfragte Ingenieure

Gutierrez im GP3-Boliden - Foto: GP3 Series

Gutierrez verbrachte im Dezember und auch nach dem Jahreswechsel viel Zeit in der Sauber-Fabrik in Hinwil, um sich gemeinsam mit den Ingenieuren auf das neue Material einzuschießen. "Aber selbst die Ingenieure konnten manchmal Fragen nicht beantworten, weil es so komplex ist", verriet der 22-Jährige und hielt fest, dass der Lernprozess noch lange nicht abgeschlossen sei.

"Es geht jetzt darum, die Informationen zu verstehen und das gesamte Bild zu begreifen. Was steckt hinter jedem Knopf, welche Optionen bietet das Auto", zählte Gutierrez auf. "Es bleibt nicht viel Zeit, um zu üben. Das ist kein Test, bei dem man viele Runden fährt, sondern man probt verschiedene Abläufe. Es ist ein völlig anderes Konzept."


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