Formel 1 - Renault: 2014 wieder zurück zur DNA

Formel 1 ist Königsklasse

Die Stimmungslage ist alles andere als eindeutig: Manch einer freut sich auf den V6, manch einer verflucht ihn schon jetzt.
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Motorsport-Magazin.com - Nicht mehr lange, dann werden sie zum ersten Mal auf der Rennstrecke röhren. Wenn am 28. Januar die Wintertests zur Formel-1-Saison 2014 in Jerez beginnen, gehen nicht nur zahlreiche neue Boliden erstmals auf die Strecke. Auch die neuen Power-Units, bestehend aus 1,6-Liter V6-Turbomotor, ERS-H und ERS-K werden erstmals unter realen Bedingungen getestet. Doch noch ist sich die Formel-1-Welt uneinig darüber, was sie von den neuen Aggregaten halten soll.

Ich bin in den Sound der heutigen Formel 1 verliebt und befürchte, dass wir ihn verlieren.
Mario Andretti

"F1-Autos müssen riechen und laut sein - nur so bleiben sie einem für immer in Erinnerung", meint Weltmeister Sebastian Vettel. Mario Andretti und Bernie Ecclestone stimmen ihm zu: "Ich bin in den Sound der heutigen Formel 1 verliebt und befürchte, dass wir ihn verlieren. Ich habe darüber mit Bernie Ecclestone gesprochen und er sagte: 'Mein Gott, wir hätten es nie ändern sollen.'" Doch für die Automobilindustrie ist die neue Technologie ein Zugpferd.

2013 verkündete Honda, ab 2015 wieder einen Motor für die Königsklasse bauen zu wollen. Und auch bei Renault freut man sich über den Wechsel. "Angefangen von den Heckmotoren in den 1930er Jahren bis hin zum Ground-Effekt in den 1980ern, war die Formel-1-Technologie immer Jahre ihrer Zeit voraus. Mit innovativen Energiesystemen und hoch entwickelten turbogeladenen Verbrennungsmotoren kehrt die Formel 1 2014 wieder zur ihrer wahren DNA zurück", so Jean-Michele Jaulinier, Präsident von Renault Sport F1.

Wir sind damit in diesem Jahr absolut Vorreiter bei der Antriebstechnologie.
Jean-Michele Jaulinier

Gerade den großen Autoherstellern dürfte die Regeländerung gefallen, geht der allgemeine Trend bei den Serienfahrzeugen seit Jahren Richtung Downsizing, also zur Verkleinerung des Hubraums. Wie in der Formel 1 kompensieren auch da Turbolader den Verlust durch den verringerten Hubraum. Doch die Formel 1 hat noch mehr zu bieten: ein Energierückgewinnungssystem, das Maßstäbe setzten wird. Nicht nur kinetische Energie wird zurück ins System eingespeist, auch Wärmeenergie in Form von Auspuffgasen wird in elektrische Energie umgewandelt. "Wir sind damit in diesem Jahr absolut Vorreiter bei der Antriebstechnologie", freut sich Jaulinier.

So sieht der Mercedes V6-Motor aus: (1:00 Min.)

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