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Formel 1 - Das Formel-1-Feld 2014

Alle Cockpits sind vergeben

Die 22 Piloten für die Formel-1-Saison 2014 stehen fest. Motorsport-Magazin.com gibt einen Überblick über das Fahrerfeld.
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Motorsport-Magazin.com - Die Würfel sind gefallen und die 22 glücklichen Piloten, die 2014 das Privileg genießen, in der Königsklasse des Motorsports an den Start zu gehen, stehen fest. Während bei einigen Teams die Fahrerpaarung unverändert bleibt, kam es andernorts zu spektakulären Wechseln, die in der bevorstehenden Saison viel Spannung versprechen. Motorsport-Magazin.com gibt einen Überblick über das Fahrerfeld.

Red Bull

Die Weltmeistermannschaft schickt erneut Sebastian Vettel als Speerspitze ins Rennen, der den fünften Titel in Folge gewinnen und damit zu Juan Manuel Fangio aufschließen soll. An der Seite des Heppenheimers fährt weiterhin ein Australier, doch nicht mehr Mark Webber, sondern Daniel Ricciardo nimmt im zweiten Red-Bull-Cockpit Platz. Der Mann mit dem breitesten Grinsen im Paddock stammt aus dem eigenen Bullenstall und darf nach zwei Lehrjahren bei Toro Rosso nun zeigen, ob er auch das Zeug zum Rennsieger hat.

Bleibt Daniel Ricciardo auch bei Red Bull der Strahlemann? - Foto: Sutton

Mercedes

In Stuttgart war es in der Winterpause vergleichsweise ruhig, denn Mercedes hatte nach der guten Saison 2013, in der man den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Wertung erreichte, keinerlei Anlass, Veränderungen auf dem Fahrersektor vorzunehmen. Abermals treten Lewis Hamilton und Nico Rosberg im Zeichen des Sterns an, die hoffen, dass ihnen der 1,6-Liter-V6-Motor aus Brixworth neue Höhenflüge ermöglicht.

Ferrari

Kimi Räikkönen möchte Fernando Alonso einheizen - Foto: Sutton

Die Scuderia tritt vermutlich mit der feurigsten Fahrerpaarung an. Während Fernando Alonso weiterhin Rot trägt und bestrebt ist, Ferrari den ersten Weltmeistertitel seit 2007 zu bescheren, kehrt mit Kimi Räikkönen ausgerechnet jener Mann von Lotus zurück nach Maranello, der letztmalig als Ferrari-Pilot den WM-Pokal in die Höhe stemmen durfte. Alonso und Räikkönen gelten als absolute Alphatiere und sollte es bei Ferrari so wie in den letzten Jahren nicht nach Wunsch laufen, dürften teaminterne Spannungen programmiert sein.

Lotus

Nach dem Abschied von Räikkönen zu Ferrari nimmt Romain Grosjean die Leader-Rolle bei Lotus ein. Der einst als Crash-Kid verschriene Franzose lieferte in der letzten Saison viele überzeuge Rennen und fuhr sechs Mal auf das Podium. Eigentlich wollte Lotus als zweiten Piloten Nico Hülkenberg unter Vertrag nehmen, doch da der Deal mit der Investorengruppe Quantum nicht zustande kam, war man darauf angewiesen, einen Pay-Driver zu engagieren. Die Wahl fiel auf Pastor Maldonado, der 2013 zwar mehr schlecht als recht für Williams fuhr, aus seiner venezolanischen Heimat jedoch viele Ölmillionen mitbringt.

McLaren

Nachdem McLaren 2013 zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren keinen Podestplatz erreichte, beschreitet man in Woking neue Wege. Jenson Button geht zwar wieder für das britische Traditionsteam an den Start, doch mit Kevin Magnussen spricht man auch einem Rookie das Vertrauen aus. Der Däne stammt aus dem teaminternen Nachwuchsprogramm und kommt mit dem Selbstvertrauen des Formel-Renault-Titels in die Königsklasse. Magnussens Ziel ist klar: Er möchte Lewis Hamilton, McLarens letztem Rookie, nacheifern, der bereits in seinem ersten Jahr Vizeweltmeister wurde.

Kevin Magnussen - ein neuer Stern am Rennfahrerhimmel - Foto: McLaren

Force India

Die indische Mannschaft geht mit einer komplett neuen Fahrerpaarung an den Start. Nach seinem einjährigen Abstecher zu Sauber kehrt Nico Hülkenberg zu Force India zurück und nimmt das Cockpit von Adrian Sutil ein. Als zweiten Piloten konnten die Inder Sergio Perez gewinnen, der 2013 die Erwartungen bei McLaren nicht erfüllte und sich bereits nach einem Jahr wieder einen neuen Arbeitgeber suchen musste. Keinen Platz mehr gibt es für Paul di Resta, der Schotte kehrt der Formel 1 nach drei Saisons den Rücken.

Sauber

Adrian Sutil greift mit Sauber an - Foto: Sauber

Adrian Sutil wagt den Schritt und verlässt nach vielen Jahren sein Stammteam Force India, um bei Sauber eine neue Herausforderung zu suchen. Dort trifft er auf Esteban Gutierrez. Der Mexikaner schaffte in der vergangenen Saison nur einmal den Sprung in die Punkteränge und lange Zeit galt es als ungewiss, ob er abermals die Chance von Sauber erhalten würde, doch schließlich schenkte man dem ihm das Vertrauen. Der junge Russe Sergey Siroktin, der geraume Zeit als Stammfahrer kolportiert worden war, nimmt die Rolle des Ersatzpiloten ein und wird am Freitag im Rahmen des Freien Trainings zum Einsatz kommen.

Toro Rosso

Aufgrund Daniel Ricciardos konzerninternen Aufstieg zu Red Bull Racing schlüpft Jean-Eric Vergne in die Rolle des Team-Leaders bei Toro Rosso. Mit Daniil Kvyat bekommt der Franzose einen gleichermaßen jungen wie schnellen Teamkollegen. Der erst 19-jährige Russe entschied im vergangenen Jahr die GP3-Serie für sich, was Red Bull dermaßen beeindruckte, dass man ihn ohne Umwege direkt in die Formel 1 verfrachtete. Mit dieser Maßnahme wird auch Vergne gehörig unter Druck gesetzt, für den alles andere als ein klarer Sieg im stallinternen Duell das Aus bei Toro Rosso bedeuten könnte.

Williams

Ähnlich wie McLaren erlebte auch Williams 2013 eine Seuchensaison. Der britische Rennstall setzt 2014 ebenfalls auf eine Kombination aus Jugend und Routine und möchte auf diese Art und Weise wieder an glorreichere Zeiten anknüpfen. Während Valtteri Bottas erneut die Chance erhält, sein Talent unter Beweis zu stellen, heuert mit Felipe Massa ein großer Name in Grove an. Der Brasilianer stand acht Jahre lang in Diensten von Ferrari und fungierte zuletzt meist als Wasserträger von Fernando Alonso - aus dieser Rolle möchte Massa nun heraustreten und selbst für Erfolge sorgen.

Felipe Massa trägt 2014 nicht mehr Rot - Foto: Sutton

Marussia

Zum ersten Mal in der fünfjährigen Geschichte des Teams tritt Marussia - vormals Virgin - mit einer unveränderten Fahrerpaarung an. Die Nachzüglermannschaft sprach Jules Bianchi und Max Chilton erneut das Vertrauen aus und erhofft sich nicht zuletzt aufgrund des Wechsels von Cosworth- zu Ferrari-Motoren einen Sprung nach vorne.

Caterham

Alles neu bei Caterham. Sowohl Charles Pic als auch Giedo van der Garde erhalten keinen neuen Vertrag und müssen der Formel 1 - zumindest als Einsatzpiloten - den Rücken kehren. An ihre Stelle treten Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson. Der Japaner, der bereits für Toyota und Sauber ins Lenkrad griff, feiert nach einem Jahr Pause sein Comeback, während Ericsson der erste Schwede seit 1991 in der Königsklasse ist. In den vergangenen vier Saisons trat er in der GP2 an.


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