Formel 1 - Wolff: Formel 1 nicht nachhaltig und gesund

Effizienz vom Mutterkonzern gefordert

Die Formel 1 ist zu teuer. Deshalb kommt die Budget-Grenze 2015. Doch nicht nur die kleinen Teams klagen über die Kosten.
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Motorsport-Magazin.com - Rund 300 Millionen Dollar lässt sich Red Bull die Formel 1 jährlich kosten. Wohlgemerkt lediglich für das Spitzenteam, Toro Rosso hat sein eigenes Budget. Kleine Teams können da nicht im Entferntesten mithalten. Mit Sauber und Lotus hatten in der abgelaufenen Saison gleich zwei Teams große finanzielle Probleme. Deshalb wurde - für viele längst überfällig - vom World Motorsport Council eine Budget-Grenze für die Saison 2015 verabschiedet.

Wahrscheinlich geben die teuersten Teams das Drei- oder Vierfache von dem Geld der anderen Teams aus.
Toto Wolff

Wie diese genau aussehen soll, muss erst noch erarbeitet werden. Doch an der Tatsache, dass sie kommt, kann nicht gerüttelt werden. Doch nicht nur bei den kleinen Teams findet dieses Vorhaben Anklang. "Wahrscheinlich geben die teuersten Teams das Drei- oder Vierfache von dem Geld der anderen Teams aus. Ist das nachhaltig und gesund?", fragte Wolff bei Autosport rhetorisch und gab die Antowort sogleich selbt: "Nein."

Dabei gehört Mercedes nicht einmal zu den Formel-1-Krösussen: "Wir geben immer noch weniger Geld aus als die anderen Top-Teams da draußen", gab Wolff zu Bedenken. "Von unsererm Mutterkonzern wird Effizienz gefordert, aber der Unterschied - wenn man sich die Teams ansieht, die am meisten ausgeben - zu Mittelfeldteams wie Force India, Williams und Sauber sind immer noch groß."

Wolffs Vorgänger Norbert Haug erklärte erst kürzlich bei Motorsport-Magazin.com, was er vom Budget-Cap hält. "Ich habe es stets für überlebensnotwendig gehalten, dass die Kosten deutlich gesenkt werden, in der Formel 1 genauso wie in der DTM. Wer langfristig Motorsport betreiben will, muss diese Zielsetzung nicht nur als Priorität 1 auf seiner Agenda haben, sondern dieses Ziel auch erreichen", so Haug.


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