Formel 1 - Neue Startnummer-Regel: Wünsch dir was!

Rosberg auf Papas Spuren

1, 2 oder 3 - welcher Fahrer sucht sich welche Startnummer aus? Bei Sebastian Vettel ist die Sache einfach, Nico Rosberg wandelt auf WM-Spuren.
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Motorsport-Magazin.com - Im Zuge des neuen Punktesystems ging eine der Regeländerungen fast schon unter: Ab sofort dürfen sich die Formel-1-Fahrer für ihre gesamte Karriere in der Königsklasse eine Startnummer aussuchen. Was in anderen Rennserien seit geraumer Zeit praktiziert wird, hält nun also auch in der F1 Einzug. Am einfachsten hat es derzeit Sebastian Vettel: Die Nummer 1 ist dem amtierenden Weltmeister vorbehalten, sollte er diese Ziffer denn haben wollen. Unwahrscheinlich, dass sich der Red-Bull-Pilot eine andere Nummer aussucht.

Andernorts wird die Nummer-Entscheidung schon etwas schwieriger. Nico Rosberg verriet kürzlich, dass er am liebsten die 6 hätte. "Ich habe meine Verlobte gefragt, was sie dazu meint, weil ich nicht wusste, was ich nehmen soll", gewährte der Mercedes-Pilot einen Einblick in den Entscheidungsprozess. "Sie hat '6' gesagt. Das war auch die Startnummer meines Vaters, deshalb habe ich mich dafür entschieden." Keke Rosberg gewann 1982 mit der Startnummer 6 die Weltmeisterschaft. Eine mögliche Hürde für Rosberg Junior: Sollten sich zwei Fahrer die gleiche Nummer als Favoriten aussuchen, erhält der Pilot mit der besseren Vorjahresplatzierung den Vorzug.

Ich habe meine Verlobte gefragt, was sie dazu meint, weil ich nicht wusste, was ich nehmen soll.
Nico Rosberg

In Rosbergs Fall bedeutet das konkret: Sollten Vettel, Fernando Alonso, Lewis Hamilton oder Kimi Räikkönen ebenfalls Anspruch auf die 6 erheben, müsste sich Rosberg eine andere Zahl aussuchen. Seine Alternativen: 5 als zweite und 9 als dritte Wahl. In den vergangenen Tagen erhielt jeder Fahrer ein Schreiben der FIA mit der Bitte, drei Zahlen-Optionen anzugeben und diese zurückzuschicken. In Bälde dürfte also bekannt werden, welche Nummer welchen Fahrer auf seinem künftigen Weg begleiten wird.

"Ich finde das gut, das kenne ich aus dem Motorradsport", gefiel Rosberg die neue Regelung. "Rossis Markenzeichen ist die 46, das funktioniert super. Es ist einfach eine Extra-Sache für die Fans, damit sie sich besser identifizieren können. Manchmal war es schwierig, zwischen Fahrern zu unterscheiden, vor allem während Onboard-Aufnahmen." Gerade bei Mercedes war es alles andere als einfach, Rosberg und Hamilton im Cockpit zu unterscheiden, trugen doch beide ähnlich gelbe Helme. In Zukunft soll die Startnummer deutlich zu erkennen sein. Dass sich mit der Regelung neue Marketing-Maßnahmen für die F1-Piloten ergeben, sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Nicht das Gelbe vom Ei... - Foto: Sutton

Rosberg im Scherz: "Es ist einfacher für alle, damit auch die Fans am Fernseher direkt Bescheid wissen. Besonders auch für meine Familie, wenn die zittern, sobald da ein gelber Helm im Kiesbett landet und ich das aber gar nicht bin..." Den Fahrern ist es gemäß des Sportlichen Reglements erlaubt, eine Zahl zwischen 2 und 99 anzugeben.

Bislang äußerten sich die Piloten nur zaghaft zu ihren Nummer-Favoriten. Sergio Perez sagte während seiner Vorstellung bei Force India, dass er gern die 11 hätte - diese Startnummer nutzte er bereits in seiner Kartzeit sowie seiner ersten Saison in der GP2. Valtteri Bottas (oder auch: #Bo77as) twitterte, dass er am liebsten die 77 hätte - eine Ziffer, die ihm wohl niemand streitig machen will. Seine Alternativen: 17 und 11. Felipe Massa hat sich für die 19 als Favorit entschieden, Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne hätte gern die 25. Andere Fahrer haben in sozialen Netzwerken ihre Fans dazu aufgerufen, beim Zahlenspiel behilflich zu sein - so kann man den Winter als Formel-1-Fahrer eben auch über die Bühne bringen.

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Zahlensalat in der Formel 1! Neben Finanzkrise, kuriosen Punkteregeln und Co. ist die Startnummer-Angelegenheit mal eine angenehm harmlose Geschichte. Andere Rennserien zeigen, dass diese Idee bei den Fans gut ankommt - Stichwort: #46 Valentino Rossi - und mehr Identifikation mit dem Lieblingsfahrer kann doch nun wirklich nicht schaden. Gerade in einem Sport, in dem die Helden meist einen Helm aufhaben. Das Zahlenspiel wird uns sicher noch eine Weile begleiten und die eine oder andere Anekdote zutage bringen. Ich persönlich bin ja gespannt, ob ein Fahrer sich traut, freiwillig die 'Nummer 2' zu wählen... Welche Startnummer würdet ihr euch aussuchen? (#23 Robert Seiwert)


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