Formel 1 - Rosberg: Neue Punkteregel zu künstlich

Im Sinne von Stefan Raab

Nico Rosberg ist kein Freund der neuen Doppelpunkte-Regel und liefert Argumente. Außerdem schlägt der Mercedes-Pilot einen anderen Ansatz vor.
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Motorsport-Magazin.com - Die neue Regel, beim Saisonfinale 2014 in Abu Dhabi doppelte Punkte zu verteilen, schlägt weiter hohe Wellen. So langsam äußern sich die ersten Formel-1-Piloten zur diskutablen Änderung. Nico Rosberg outete sich nicht gerade als Fan dieser Neuerung. "Dadurch wollen sie die Spannung erhalten bis zum letzten Rennen", so der Mercedes-Pilot. "Dadurch ist es zwar wahrscheinlicher, dass bis zum letzten Rennen noch alles möglich ist - ich finde aber, dass das schon ein bisschen zu künstlich ist. Ein Rennen an einem Tag, der dann auf einmal doppelt gewertet wird, das ist schon ein bisschen extrem." Damit reihte sich Rosberg in den Kanon der meisten Fahrer, Experten und Fans ein.

Dabei hatte sich Rosberg seine eigenen Gedanken in Sachen Punkteregelung gemacht und dabei an ein bekanntes TV-Format gedacht. "Ich hätte eher überlegt, ob man das nicht so ein bisschen Stefan-Raab-mäßig staffelt", sagte er in Anspielung auf die Samstagabend-Show, bei der die Punkte von Spiel zu Spiel ansteigen. "Dass man also Richtung Saisonende ein paar Rennen hat, wo es immer mehr Punkte gibt. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen."

Das neue Reglement wurde zunächst von der F1 Strategy Group beschlossen, in der unter anderem die sechs größten Rennställe sitzen, und dann von der Formel-1-Komission bestätigt. Wie Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko kürzlich verriet, war sogar ein ansatzweise ähnliches Format angedacht, wie es Rosberg im Sinn hatte: Demnach sei zunächst geplant gewesen, bei den letzten vier Rennen des Jahres, statt nur beim Finale, die doppelten Punkte zu vergeben.


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