Formel 1 - Ferrari 2014: Der Teufel steckt im Detail

Angriff in jeder Ecke

Ferrari bläst zum Angriff auf Red Bull - neue Technik-Kompetenz in Maranello soll den Ausschlag geben. Das Team gewährt einen Einblick in die aktuellen Arbeit.
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Motorsport-Magazin.com - Neue Regeln, neue Autos, neue Chancen: Ferrari plant für 2014 den großen Angriff auf Red Bull. Kein Geheimnis: In den vergangenen Jahren war die rote Göttin ihrem RB-Pendant fast ausnahmslos unterlegen. Doch dank der neuen Motoren-Regelung hat Maranello die Chance, ein von Grund auf neues Auto zu gestalten - eines, das den Boliden von Red Bull in den Schatten stellen soll. Dafür hat sich Ferrari Verstärkung ins Haus geholt: Der hoch geschätzte Ingenieur James Allison, ehemals Lotus, arbeitet seit September dieses Jahres am Projekt 2014. Der Brite ist für den Chassis-Bereich der künftigen Autogeneration verantwortlich und arbeitet Hand in Hand mit Technikchef Pat Fry.

"Die Arbeit ist zwischen uns fair aufgeteilt", gab Fry nun ein paar Einblicke in die Arbeit in der Teamfabrik. "Es ist gut, dass die Arbeit aufgeteilt worden ist. Vor allem mit Blick auf die Regeländerungen für 2014: Je mehr helle Köpfe du hast, die sich ihre Gedanken machen, desto besser sollte es hoffentlich laufen."

Je mehr helle Köpfe du hast, die sich ihre Gedanken machen, desto besser sollte es hoffentlich laufen.
Pat Fry

Mit dem alten Sprichwort von den vielen Köchen und dem verdorbenen Brei konnte Fry nicht allzu viel anfangen - vor allem nicht angesichts der Massen an Arbeit, die nun auf die Formel-1-Teams zukommen. Deshalb sei die Verpflichtung eines weiteren Technik-Entscheiders nicht negativ zu bewerten. Fry: "Ich denke, dass man schon ein paar benötigt. Zwei sind gut. Da die Formel 1 immer komplizierter wird, steckt der Teufel oftmals im Detail." Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Mercedes mit all seinen Führern konnte er sich nicht verkneifen: "Ob man fünf braucht, weiß ich nicht."

Doch auch Ferrari ließ sich nicht lumpen und rüstete bei der Infrastruktur kräftig auf. Die Probleme mit dem hauseigenen Windkanal in den letzten Jahren sollen endgültig der Vergangenheit angehören. "Wir haben jeden Bereich angegriffen", sagte Fry. "Alles - vom Update des Windkanals bis hin zum Simulator. Das war ein riesiges Stück Arbeit." Vom neuen Glanz machte sich jüngst Fernando Alonso ein eigenes Bild. Der Spanier drehte am Freitag die ersten Runde im Simulator, um sich mit dem 2014er Boliden vertraut zu machen."


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