Formel 1 - Lotus 2014: Podiums wieder realistisch

Ideen statt Geld

Eric Boullier verrät, wie Lotus den Spagat zwischen 2013 und 2014 geschafft hat. Von Dominanz will er nichts wissen, geht das neue Jahr aber ambitioniert an.
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Motorsport-Magazin.com - Die Querelen der vergangenen Wochen sind erst einmal geklärt, Lotus hat sein Fahrerduo für die Saison 2014 gefunden. Geht es nach Eric Boullier, können sich Romain Grosjean und Neuling Pastor Maldonado auf Plätze in den vorderen Regionen einstellen. "Es ist sehr realistisch, dass wir nächstes Jahr wieder ein ernst zu nehmender Herausforderer für Podiumsplatzierungen sein können", war der Teamchef überzeugt. Doch allzu weit wollte sich der Franzose angesichts all der Unabwägbarkeiten nicht aus dem Fenster lehnen: "Niemand weiß, wo wir uns kommende Saison einordnen werden. Doch angesichts unserer Ressourcen befinden wir uns sicherlich nicht in der Lage, dominieren zu können."

Diese Annahme wäre in der Tat leicht waghalsig, schließlich werkeln Red Bull, Mercedes, Ferrari und Co. ebenfalls mit Hochdruck am neuen Turbo-Boliden. Kein Geheimnis: Die Top-Teams verfügen dank gefüllter Kassen über bessere Möglichkeiten, das Auto zu entwickeln - im Gegensatz zu Lotus, das an allen Ecken und sparen musste und teilweise die Zulieferer sowie das eigene Personal nur mit Mühe und Not bezahlen konnte. Ein eklatanter Nachteil angesichts der Doppelbelastung, auf der einen Seite für 2014 arbeiten zu müssen und gleichzeitig den 2013er-Boliden weiterzuentwickeln.

Boullier verriet ansatzweise, wie Lotus diese Aufgabe stemmte. "Wenn du nicht die Ressourcen hast, dann brauchst du eben Ideen", sagte er. "Vor zwei Jahren haben wir damit angefangen, auf 2014 hinzuarbeiten, weil wir uns nicht leisten konnten, mehr Ressourcen darauf zu verwenden." Einen ähnlichen Zeitplan dürften allerdings auch die meisten anderen Teams eingeschlagen haben.


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