Formel 1 - Kanada-Tragödie: Sicherheitsmängel Schuld

Geldstrafe für Organisatoren

Die Organisatoren des Kanada GP tragen aufgrund von diversen Sicherheitsmängeln Schuld am Tod des Streckenposten Mark Robinson.
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Motorsport-Magazin.com - Fünf Monate lang wurde die Tragödie, die sich nach dem Rennende des Großen Preises von Kanada in Montreal abspielte, untersucht. Beim Abschleppen des ausgeschiedenen Sauber-Boliden von Esteban Gutierrez wurde ein Streckenposten tödlich verletzt. Mark Robinson hatte sein Funkgerät fallen gelassen und wollte es aufheben. Just in diesem Moment wurde er von dem Traktor überfahren, der den Sauber-Boliden am Haken hatte.

Eine Sicherheitskommission in Quebec kam zu dem Schluss, dass die GP-Organisatoren für den Tod des Streckenpostens zur Verantwortung gezogen werden müssen. Laut dem Untersuchungsbericht führten mehrere Sicherheitsmängel zu dem tödlichen Unglück. Der Traktor war mit 11 km/h zu schnell unterwegs, der abgeschleppte Sauber-Bolide befand sich zwei Meter über den Boden und war damit eindeutig zu hoch. Zudem hätte sich niemand in der Nähe des Traktors befinden dürfen, so lange dieser in Bewegung war.

Wir haben diese Aktion über die Jahre an die 100 Mal durchgeführt und nie ist etwas passiert
Francois Dumontier

"Wir haben diese Aktion über die Jahre an die 100 Mal durchgeführt und nie ist etwas passiert", erklärte GP-Promoter Francois Dumontier. Die Kommission verurteilte die Rennorganisatoren zu einer Geldstrafe in der Höhe von 36,643 Pfund. Als Folge des tödlichen Unglücks sind künftig Traktoren zum Abtransport von F1-Boliden nicht mehr erlaubt. Weitere Sicherheitsempfehlungen seitens der Kommission wurden von den Gp-Organisatoren akzeptiert und sollen schnellstmöglich umgesetzt werden.


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