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Formel 1 - Hintergründe der Formel 1: GP von Österreich

Totgesagte leben länger - Teil 6

Wie oft wurde doch ein erneutes Comeback ausgeschlossen. Und doch wird die Formel 1 nächstes Jahr in die Steiermark zurückkehren. Der letzte Teil der Serie.
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Motorsport-Magazin.com - Im Mai 2011 konnte der Ring endlich als "Red Bull-Ring" wieder eröffnet werden. Im Gegensatz zum stark subventionierten A1-Ring erhielt Mateschitz für die laufenden Kosten des Rennbetriebs von der Steiermärkischen Landesregierung jedoch nur eine einmalige Zahlung über 226.000 Euro. Obwohl der Ring von der FIA wieder eine Grade-1-Lizenz, die theoretisch die Austragung von Formel 1-Rennen zulässt, erhalten hat, gab Mateschitz bekannt, dass in den kommenden Jahren keine Veranstaltungen dieser Kategorie abgehalten. Als Grund wurden ein Abkommen mit den Grundstückseignern und Anrainern, das eine Höchstgrenze von 25.000 Besuchern am Tag sowie eine zeitliche Einschränkung der Lärmbelastung vorschreibt, angegeben. Unter diesen Voraussetzungen schien die Ausrichtung eines Formel-1-Grand-Prix ohne finanzielle Einbußen unmöglich.

Überraschend wurde am 23. Juli 2013 die Rückkehr der Formel 1 bekanntgegeben. Der Verlauf der Geschichte im Vorfeld der Bekanntgabe gleicht dem des Comebacks 1997: Wie auch damals hatten zuvor alle Beteiligten, allen voran Bernie Ecclestone, eine Rückkehr kategorisch ausgeschlossen. Die Voraussetzungen jedoch könnten unterschiedlicher kaum sein. Ende der 90er-Jahre griff noch die öffentliche Hand den Veranstaltern unter die Arme, heute tut dies Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Das Hauptargument der Veranstaltungs- Kritiker der Rennen auf dem A1-Ring ist somit außer Kraft gesetzt.

Die ersten Umbauarbeiten für das F1-Comeback haben bereits begonnen - Foto: Red Bull

Dennoch müssen bis zum anvisierten Termin Anfang Juli noch einige Hürden überwunden werden. Die Restriktionen stellen nach wie vor eine Bedrohung für die Veranstaltung dar, auch wenn diese in der Zwischenzeit leicht gelockert wurden. So ist die aktuelle Beschränkung auf 40.000 Zuschauer klar zu wenig. Ein Blick auf die untenstehende Statistik verrät: mit 80.000 Zusehern muss wohl gerechnet werden. Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko rechnet gar mit deren 100.000. Eine gewagte Prognose, kamen doch zuletzt 1997 derart viele Zuseher. Selbst zu Hochzeiten des Rings Anfang der 70er gab es kaum mehr Besucher, damals reisten aber auch viele österreichische Fans aufgrund des Antretens von Stars wie Jochen Rindt und Niki Lauda an. Eine derartige Zugfigur fehlt den Österreichern jedoch aktuell.

Mit der WS by Renault war in diesem Jahr bereits eine bedeutende Formelserie zu Gast in Spielberg - Foto: WS by Renault

Obwohl der Zeitplan laut Aussage der für die nötigen Bescheide zuständigen Behörden eng gesteckt ist, sind die Prognosen durchaus optimistisch. Wie lange das erneute Formel-1-Comeback andauern wird, steht in den Sternen. Zu hoffen bleibt, dass der Veranstaltung weitere Probleme mit der Bürokratie ebenso erspart bleiben wie ein derart jähes Ende wie 2003.

Dieser Beitrag ist vorerst das Ende der Serie "Die Hintergründe der Formel 1". Bei einer Fortsetzung werden wir Euch selbstverständlich so bald wie möglich informieren. Bis dahin versorgt euch Motorsport-Magazin.com weiterhin mit den aktuellsten News rund um den Motorsport.


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