Formel 1 - FIA steht hinter Pirelli

Ausschreibung nicht zwingend notwendig

Jean Todt will in der Reifenfrage auf eine Ausschreibung verzichten, sofern die Teams und Bernie Ecclestone einstimmig mit Pirelli verlängern möchten.
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Motorsport-Magazin.com - Die Reifen-Frage ist in der Formel 1 noch immer eine ungelöste. Weiterhin verfügt Pirelli über keinen neuen Vertrag und es halten sich hartnäckig Gerüchte über eine mögliche Rückkehr von Michelin. Wie FIA-Präsident Jean Todt nun jedoch erklärte, stehe der Weltverband hinter dem aktuellen Ausstatter und werde einem neuen Vertag zustimmen, sofern dies der Wunsch der Teams und Bernie Ecclestones sei. Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery verkündete in Monza bereits, das italienische Unternehmen habe mit allen elf Rennställen sowie Ecclestone eine schriftliche Übereinkunft erzielt.

Wenn jeder sagt, dass wir zufrieden sind, warum sollte es dann eine Ausschreibung geben
Jean Todt

"Wenn jeder sagt, dass wir zufrieden sind, warum sollte es dann eine Ausschreibung geben?", fragte Todt. "Sollten wir aber fünf Teams haben, die sagen, wir wollen dies und andere, wir wollen das, dann würden wir definitiv eine Ausschreibung brauchen." Zudem merkte der Franzose an, sollte es trotz einstimmiger Meinungslage eine Ausschreibung geben, würde man ihm nachsagen, auf diese Art und Weise Michelin ins Boot holen zu wollen.

"Ich habe gelesen, dass ich Michelin will, weil ich Franzose bin", sagte Todt. "Aber ich habe nie gelesen, dass ich Franzose bin, als ich der einzige unter den Teamchefs der Topteams war, der bei Bridgestone blieb, als Michelin kam", blickte er auf seine Zeit bei Ferrari zurück. "Und ich war weiterhin Franzose... meine Nationalität hat sich nicht geändert."

Er wisse genau, was unternommen werden müsse, so Todt, doch zunächst würden Gespräche mit den Teams und dem Inhaber der kommerziellen Rechte auf dem Programm stehen. "Ich weiß, dass Michelin ein gewisses Interesse gezeigt hat", sagte er. "Aber am Ende des Tages werden wir die Dinge tun, die getan werden müssen. Ich werde aber nichts tun, das keinen Konsens erzeugt."


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